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Losung

Losung für Samstag, 30. Mai 2020
Bileam sprach: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN.
4.Mose 22,18

Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott redet, so reden wir vor Gott in Christus.
2.Korinther 2,17

© Evangelische Brüder-Unität

Kirchbau

Die Geschichte des Kirchbaus  (Bilder)

Anfang des 20. Jahrhunderts nimmt der 200 Jahre alte Wunsch der Heßheimer protes­tantischen Kirchengemeinde nach einer eigenen Kirche Gestalt an: 1905 beschloss das Presbyterium dafür erstmals einen Grundstücksankauf, der aber erst 1909 verwirklicht wurde. Durch den Weltkrieg und Inflation ging der Kirchengemeinde der angesparte Kir­chenbaufond von 17.000 Mark zugrunde. Erst 1929 und 1932 konnten zwei weitere Grundstücke erworben werden.

In den folgenden Jahren unternahm der damalige Pfarrer Frey die größten Anstrengun­gen, um den Neubau eines Gotteshauses endlich in die Tat umzusetzen. Im Juni 1934 wurde sogar der erste Spatenstich gefeiert, doch es gelang ihm nicht, die erforderlichen Mittel für eine solide Finanzierung zusammen zu bekommen. Wir können darüber nur froh sein, dass auf all seine Bemühungen kein Segen lag, denn er war ein verblendeter Nazi, der die neue Kirche nach Adolf Hitler nennen wollte. Diese Schande blieb uns Gott sei Dank in Heßheim erspart.

Doch auch in den folgenden Jahren konnte bis zum Ausbruch des Krieges der Kirchbau nicht mehr realisiert werden. Erst 1950 nahm die Kirchengemeinde mit Pfarrer Kessler die Bemühungen wieder auf. 1951 wurde ein Kirchenbauverein gegründet, der monat­lich etwas 600 – 7oo DM sammelte. Im Juni 1952 wurde mit dem Abriss der auf dem Bauplatz stehenden Gebäuden begonnen. Von den Gemeindemitgliedern wurden 350 Fuhren Schutt abgefahren. „Täglich arbeiteten 30 – 35 Männer und Frauen mit großer Begeisterung für die Sache des Kirchenbaus“. Die Grundsteinlegung erfolgte am 20. Juli, am 11. September konnte das Richtfest begangen werden, und am 23. Mai 1954 feierte die protestantische Kirchengemeinde Heßheim endlich die Einweihung ihrer so lange ersehnten eigenen Kirche. Kosten für Kirche (mit Orgel) und Gemeindehaus: 204.404,32 DM.

Der Name „Christus-Kirche“ wurde gewählt, weil Christus Sieger ist über alle vergange­nen, gegenwärtigen und kommenden Weltanschauungen, Reiche und Zeiten. Weil die­ser Christus wie in den vergangenen Jahrhunderten in der alten Kirche, so auch in der neuen Kirche gepredigt werden soll, uns zum Heil und zur Seligkeit. Diesem Zweck soll in bescheidener Weise auch die künstlerische Ausstattung unserer Kirche dienen, das Bild von dem sinkenden Petrus und dem rettenden Christus, ebenso wie die Deckenma­lerei. Alles soll mithelfen, dass der auferstandene, erhöhte und rettende Christus, unser Herr, gepredigt werde.

(von Pfr. J. Kessler) entnommen aus: Jubliäumsband 50 Jahre Christuskirche Heßheim 1954-2004. Bilder zum Jubiläum. Heßheim 2004. S. 4.