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High Lights

Visitation der Kirchengemeinde im August 2018 siehe

Andacht

RPR1. Angedacht: Feier-abend? Feier-Leben!

Andacht vom 12.09.2020 von
Pfarrer Michael Landgraf
(zum Anhören auf den Lautsprecher klicken)

Die Photovoltaikanlage auf dem Süddach unserer Kirche in Ingenheim

Mit der Installation einer 5,4 Kilowatt ? Photo-voltaik Anlage auf dem Süddach unserer Kirche in Ingenheim hat sich das Presbyterium unter Beratung von Umweltpfarrer Postel in den Prozess einer nachhaltigen Entwicklung für ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur (Agenda 21 Prozess) eingebracht.
Der Text auf der Anzeigetafel  in der Kirchstrasse fasst zusammen, was mit dieser Anlage bezweckt wird:

Dieser Strom kommt aus der schier unerschöpflichen Segensquelle SONNE,
GOTTES wunderbares Geschenk an alle Menschen.
Wir fangen die Strahlen auf unserem Gottesfenster ein,
um dadurch umweltfreundlich Energie zu erzeugen
und so ein sichtbares Zeichen zu setzen
für aktiven, weltweit notwendigen Klimaschutz 

Unter dem Motto "Ein Ja zum Leben" wurde am 22. Oktober 2001 die 40 Quadratmeter große Photovoltaikanlage auf dem Süddach unserer Kirche beim Erntedankgottesdienst unter reger Beteiligung der Gemeinde in Betrieb genommen.
Die Anlage besteht aus 68 Zellen, die unter Anleitung einer Fachfirma unter Beteiligung vieler ehrenamtlicher Helfer aus der Gemeinde kostengünstig installiert werden konnte.
Die 96 000 DM teure Anlage wurde mit 52 000 DM von der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt" im Rahmen des Programms "300 Kirchengemeinden für die Sonnenenergie" gefördert.

Neben dem landeskirchlichen Zuschuss in Höhe von 9600 DM muss die Kirchengemeinde selbst nun noch einen Betrag in Höhe von ca 8000 DM (einschließlich des Anzeigesystems) finanzieren.
Durch die Vergütung des ins Netz eingespeisten Stromes (0,99 DM je kwh) wird sich die Anlage in wenigen Jahren bezahlt machen.
Entscheidend bleibt jedoch, dass aus Verantwortung für Gottes gute Schöpfung mit der Anlage ein deutliches Zeichen gesetzt wird für eine lebenswerte Zukunft.

Dabei war es gar nicht so leicht, diese, wie das Presbyterium meinte, vorbildhafte Möglichkeit des Klimaschutzes anschaulich in die Tat umzusetzen.
Die kirchenaufsichtliche Genehmigung wurde zunächst von der Landeskirche versagt, weil es sich um eine denkmalgeschützte Kirche handele und das Denkmalamt das Aufbringen von Photovoltaik - Anlagen auf denkmalgeschützten Gebäuden generell ablehne.

Gegen diesen Bescheid legte das Presbyterium begründet Widerspruch bei der Kirchenregierung ein. Die Sichtweise bezüglich Denkmalschutz müsse nach Meinung des Presbyteriums auf den Einzelfall hin geprüft werden.

Durch die Unterstützung und Fürsprache verschiedenster Stellen gelang es, für unsere Kirche eine positive Einzelfallentscheidung zu erreichen.
Die Kirchengemeinde dankt Umweltpfarrer Postel für seinen unermüdlichen Einsatz, den Damen und Herren der Kirchenregierung sowie Herrn OKR Zeitler, der unter Abwägung der verschiedenen Sichtweisen "unter Zurückstellung erheblicher Bedenken" das Projekt kirchenaufsichtlich genehmigte.
Damit wurden für die Kirchengemeinde erfreuliche Grundlagen geschaffen, im Rahmen der Agenda ? Arbeit sich weiter zu engagieren.