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Andacht

RPR1. Angedacht: Besser spät als nie!

Andacht vom 29.06.2024 von
Alida Euler
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Die Geschichte der Kirchengemeinde Ingenheim-Appenhofen

Die Kirchengeschichte von Ingenheim

Die schnelle Ausbreitung der Reformation nach Ingenheim ist darauf zurückzuführen, daß die Herren von Gemmingen, zu deren Besitzstand Ingenheim zählte, die reformatorische Lehre bereits im Jahre 1525 hier einführen.

Durch verwandtschaftliche Beziehungen zu Franz von Sickingen waren die von Gemmingen der Reformation schon früh freundlich gesinnt.

Katharina von Sickingen, die Schwester des Ritters Franz, verlobte sich im Alter von 13 Jahren mit Orendel von Gemmingen, bevor sie drei Jahre später am 5.7.1491 auf der Ebenburg den kirchlichen Segen erhielt.

Ihr einziger Sohn Weirich – am 8.11.1493 geboren – förderte den Übertritt Ingenheims zur evangelischen Lehre und führte sie kurz nach dem Bauernkrieg dort ein. Weirich, vermählt mit Benedikte von Nippenburg, soll ein starker, stattlicher, feuriger und lustiger Mann gewesen sein, der „evangelischen Lehr ein Anfänger, Handhaber und Beschützer, dieselbige bis an sein End standhaftig bekennet, als er den 28. Oktober 1548 sein Leben endet.“

Als Luther auftrat, fand er unter dem kraichgauischen Adel begeisterte Anhänger, zu denen eben auch jener erwähnte Weirich von Gemmingen zu Michelfeld und Ingenheim gehörte, welcher die Reformation dort und dann durch den Pfarrer von Michelfeld, den er nach Ingenheim versetzte, auch hier einführte. Er selber kam mit ihm herüber, ließ die Gemeinde in der Kirche versammeln und nachdem der Geistliche gepredigt hatte, trat er als Ortsherr vor dieselbe und erklärte, daß das papistische Wesen jetzt aufgehört habe und die reine Lehre Luthers hinfort gepredigt werde. Das katholische Kirchengebäude und die Kirchengüter hingen zunächst an die Evangelischen über, da fast alle Einwohner evangelisch wurden. Sie waren bald Lutherisch, bald reformiert, wie gerade die Herrn des Landes gesinnt waren, nach dem Grundsatz des herrschenden Kirchlichen Territorialsystems jener Zeit – cuius regio, eius religio – wer das Land beherrscht, der bestimmt auch die Religion.

Durch die französische Reunion (1684) – das Land wurde von Ludwig XIV occupiert – gingen die Besitztümer wieder in die Hand der Katholischen über.

Den Lutheranern wurden nur 4 jährliche Gottesdienste in einer Scheuer gestattet, obwohl nur 7 katholische Familien angesiedelt waren.

Est 1754 ernannte Ludwig von Gemmingen einen lutherischen Pfarrer in der Person des F.S. Lucius in Kandel, der alle 14 Tage hier predigen mußte und zwar in einem Zimmer, des Bürgers M. Rinck. Die Reformierten hatten ein Holzkirchlein, ein Bethaus, das ungefähr auf dem Gartengrundstück der jetzigen evangelischen Kirche stand.

Es folgte eine Zeit der Wirren und der Unsicherheit, da die reformierten Pfarrer von Frankreich aus nicht geduldet wurden.

1792 jedoch reklamierten die Protestanten die Kirche, welche ihnen durch das Dekret das Departementalrates das Niederrheines vom 27. März 1792 auch zugesprochen wurde.

1804 wurde sie aber auf Befehl des Präfekten von Straßburg wieder an die Katholiken übergeben. Ein in Paris anhängiger Rechtsstreit hatte keine Folge und so blieben die Katholiken im Besitze, ebenso als im Jahre 1818 die bayrische Regierung in dieser Sache herangezogen wurde.

Bisher wurden die Gemeindearchive in den Kirchenbüchern geführt. Hier wurden alle Geburten, sowie Taufen, Konfirmationen, Verheiratungen und Sterbefälle beurkundet. Seit 1792 mußten diese Kirchenbücher den örtlichen Municipalagenten ausgeliefert werden und nun wurden die Zivilstandsregister bei der politischen Gemeindeverwaltung weitergeführt.

1793 wurde in Frankreich das Christentum und überhaupt jede Religion für veraltet erklärt und abgeschafft, dagegen wurden der Vernunft Altäre gebaut.

Sonntags durfte nicht mehr geläutet werden, den Pfarrern wurde das Erscheinen im Ornat untersagt, der Sonntag wurde abgeschafft und dafür die Dekate eingeführt. Die Pfarrer wurden in ihrer Besoldung gekürzt oder ganz derselben beurlaubt, weil der Zehnte nicht mehr erhoben wurde.

Erst 1801 mit dem Luneviller Frieden kehrte wieder einigermaßen Ordnung zurück und religiöse Rechtsgleichheit und freies Kultusleben wurde wieder eingeführt.

1817 wurde die reformierte Pfarrei durch Pfarrer Schimpf von Billigheim und die lutherische durch Pfarrer Lucius von Minfeld versehen.

In der Gemeinderatssitzung vom 26.08.1818 wurde beschlossen, unentgeltlich Bauholz aus dem Ingenheimer Wald zur Reparatur des reformierten Bethauses abzugeben.

Am 2. August 1818 wurde in Kaiserslautern die Kirche der Union beschlossen. Von 40.706 Hausvätern hatten nur 539 gegen eine Union gestimmt. Von nun an ziehen „Hand in Hand, die Liebe knüpft das Band“ Reformierte und Lutheraner gemeinsam ihren Weg. Die alten Trennungen sind aufgehoben. Zudem werden nun die Pfarrer aus Staatsmitteln besoldet.

1820 Gemeinderatssitzung vom 8. November. Die Erbauung einer protestantischen Kirche stand auf der Tagesordnung. Denn das protestantische Bethaus sei zu klein und drohe einzustürzen und das ehemalige lutherische Bethaus sei auch zu klein, ganz allgemein brauche man durch die Union bedingt ein größeres Gotteshaus. Die politische Gemeinde gibt das nötige Bauholz aus dem auszurodenden Gemeindewald unentgeltlich dazu ab.

Die pfälzische Baukunst in der Zeit von 1819 – 1832 wurde besonders beeinflusst und geprägt von dem Architekten Samuel Schwarze. Er war ein Vertreter eines besonders konsequenten Klassizismus und ein Befürworter einer Wiederbelebung antiker Formen. In der Zeit seiner Tätigkeit als Kreisbauinspektor in der Pfalz stand er auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Da er aufgrund seiner Stellung das gesamt pfälzische Bauwesen in ästhetischen Fragen zu beraten hatte, geht auch der Bau der Kirche Ingenheim direkt oder indirekt auf seine Entwürfe zurück.

Die protestantische Kirche Ingenheim (erbaut 1822 – 1823) ist ein einfacher Saalbau mit fünf Fensterachsen. Im Inneren sehr schlicht gehalten, besitzt sie eine von zwei antikisierenden Säulen getragene Empore mit einfacher Profilierung und aufgemalter Rechteckgliederung.

Der Altarbereich wird von jeweils zwei Presbyterbänken flankiert und schließt rückwärts mit einer gegliederten Holzwand ab. Auf ihr sind sechs Gemälde angebracht, die Themen aus der Kreuzigungs- und Auferstehungsgeschichte Christi behandeln. Die Kanzlei ist wie der freistehende Altar in der Mittelachse angeordnet, jedoch in relativ großer Höhe an der Rückwand befestigt.

Der Außenbau ist betont schlicht und besitzt außer dem umlaufenden Horizontalgesims, dem Sockel und dem Abschlußgebälk keine weiteren Gliederunselemente. Den einzigen Schmuck bildet der Haupteingang, der eine archiravierte Einfassung und eine geradeschließende Verdachung auf Konsolen zeigt. Der darüber befindliche Turm ist ebenfalls in seiner Gliederung sehr einfach.

Zur Fertigstellung der Kirche hat die politische Gemeinde einen namhaften Zuschuß gegeben. Die zwei alten evangelischen Bethäuser wurden veräußert und der Erlös ebenfalls zum Kirchenbau verwendet.

Während der Bauzeit der Kirche wurde der Gottesdienst in der katholischen Kirche gehalten und es zeugt von einem guten Einvernehmen der beiden Konfessionen, daß am Tage der Einweihung der protestantische Pfarrer die anwesenden Ehrengäste im protestantischen Pfarrhaus nicht alle aufnehmen und bewirten konnte, so daß der katholische Pfarrer im gerade gegenüber liegenden katholischen Pfarrhaus einen Teil der Gäste abnahm und bewirtete.

Um das Jahr 1823 bekam die Kirche eine Orgel. Sie stammt ursprünglich aus Freckenfeld. Nachdem dort 1774 ein neues Orgelwerk errichtet wurde, wurde diese um 1730 von Johann F.E. Müller aus Heidelberg ehemals aufgestellte alte Orgel nach Ingenheim gebracht.

Die zwei Glocken gehörten nach der Inschrift der lutherischen Gemeinde Schwetzingen in Baden, gekauft sind sie wohl von der unierten Gemeinde, da Baden bereits 1821 sich der Union anschlossen. So kamen die beiden Glocken mit samt dem eichenen Glockenstuhl nach Ingenheim. Die größere Glocke hatte den Ton A und wog 375 Kilo, die kleinere den Ton C, mit dem Gewicht von 250 Kilo.

Die Nachkommen der Familie August Gienandt sind im Besitz eines künstlerischen Taufbriefes ihres Vorfahren Jakob Leiner, geb. 11.11.1823 und getauft am 23.11.1823, das war das erste Kind, das in der neu erbauten Kirche getauft wurde. 1857 schrieb August Becker in „Die Pfalz und die Pfälzer“ über Pfarrer Frantz: „Zu Ingenheim wohnt auch der bekannte Pfarrer Frantz. Die unierte Kirche der Pfalz seit 1817 hat die freieste Basis unter den in Deutschland bestehenden Konfessionen. Ihre Grundlehren wahren in innere Glaubensfreiheit. Auf dieses Bekenntnis hin waren auch die Pfälzer alle gute und freundliche Christen, bis durch die jungen, in Erlangen gebildeten Theologen sich die orthodox-lutherische Richtung der „calvinistischen, zwinglischen und rationalistischen Ketzerei“ gegenüber geltend zu machen suchte. Das Volk stand vollkommen auf der Seite der Verteidiger der pfälzischen Union und auf der des Pfarrers Frantz von Ingenheim, dessen Schriften über die Gottheit Christi rationalistische Ansichten vertreten. Die Protestanten der Gegend bauten ihm ein Haus in Ingenheim, als er seines Amtes entsetzt wurde.“

1866 unter Pfarrer Brion wurde in Ingenheim der Kirchengesangverein gegründet. Damit zählte der Kirchenchor Ingenheim heute nach Bad Bergzabern, Speyer und Zweibrücken zum viertältesten evangelischen Kirchenchor der Pfalz!

Im 1. Weltkrieg mußten die meisten Glocken im Reich zur Metallgewinnung für Kriegszwecke abgeliefert werden, so auch hier die kleinere Glocke im Jahre 1917. Pfarrer Lind sorgte aber dafür, daß alsbald nach Kriegsende eine neue Bronzeglocke an ihre Stelle kam. Sie wurde schon am 2. Mai 1920 eingeweiht; sie ist gegossen in der Glockengießerei Joh. Gg. Pfeiffer in Kaiserslautern und kostete 3.500 DM. Sie hatte den Ton C und wog 245 Kilo.

Pfarrer Lind, ein liberaler Theologe, den eine enge Freundschaft mit Albert Schweitzer verband, setzte sich sehr dafür ein, daß im Jahre 1918 in der Bergzaberner Straße ein Haus gekauft und als protestantisches Vereinshaus mit einem großen Saal, einer Kleinkinderschule und einer Krankenschwesterstation errichtet wurde. Die ganze Gemeinde tat beim Bau Dienst und so konnte Dank unendlichen Fleißes das Haus 1919 seiner Bestimmung übergeben werden.

Heute noch unvergessen sind die zahlreichen Theateraufführungen, die hier im Saal und auf dem dahinter gelegenen Baumstück dargeboten wurden. Das Vereinshaus war ein Ort der Gemeinschaft und der Gemeinsamkeit in Ingenheim.

Die Krankenschwestern und Kinderschulschwestern wurden von der Diakonissenanstalt Speyer beschickt. Uns allen noch tief im Gedächtnis ist die über 22jährige Tätigkeit von Schwester Lottchen (Lotte Sticher), die hier zahlreiche Kinder großzog, bei Wind und Wetter unterwegs war zu ihren Kranken, die sich unendlich rührend und liebevoll sorgend um alles gekümmert hatte, was ihre Arbeit und damit im Dienst am Evangelium zuträglich war. Nichts war ihr zu viel und um keine Antwort verlegen, wenn es darum ging, Menschen zu aktivieren, Sammlungen durchzuführen, Gemeinde zu bauen. Sie hat die Gemeinde Ingenheim stark mitgeprägt und unser aller Dank wird sie noch lange in unserem Gedächtnis wachhalten.

Vom 3. – 5. August 1924 fand in Ingenheim der Dorfkirchentag der Pfalz unter Leitung von Pfarrer Lind und bei sehr großer Beteiligung von auswärts statt. Die Zahl der Teilnehmer wird auf 6.000 geschätzt.

Pfarrer Würth gab seit 1931 das Sonntagsblatt der evangelischen Gemeinde Ingenheim-Appenhofen heraus, bis er 1933 aus dem Dienst entlassen wurde.

Sein Nachfolger im Amt, Pfarrer Hermann Munzinger, hatte die Aufgabe der Kirchenerneuerung in den Jahren 1936/38 überhommen. Dabei wurde das Fenster über der Kanzel zugemauert, da es den Predigern von dort zu stark herab zog. Gleichzeitig ließ er rechts und links von der Kanzel jeweils einen Bibelspruch aufmalen (links von der Kanzel: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben und rechts: Jesus Christus gestern und heute und der selbe auch in Ewigkeit).

Nach der teilweisen Zerstörung der Kirche in den letzten beiden Kriegsjahren, leitete Pfarrer Munzinger auch deren Wiederaufbau von 1946 bis 1949.

Die Glocken waren beide ein Raub des Krieges geworden. So kam es Pfarrer Heinrich Völcker zu, neue Glocken zu beschaffen. 1953 wurden sie in feierlichem Geleit von Karlsruhe her eingebracht. Das Geläut besteht seitdem aus 4 Glocken.

Die größte Glocke, gestimmt auf a´ trägt die Inschrift: „Der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden.“ Ihr folgt die Glocke c´: „Gott lässet es den Aufrichtigen gelingen und beschirmt die Frommen.“ Die nächste Glocke mit dem Ton d´´ trägt den Spruch: „Den Gerechten muß das Licht immer wieder aufgehen und Freude den Frommen“. Die kleinste Glocke f´´ ist beschriftet mit: „Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seit zur Gemeinschaft Jesu Christi.“ Allen vier Glocken ist gemeinsam die Inschrift: „Der protestantischen Kirchengemeinde gehöre ich. Gebrüder Bachert in Karlsruhe gossen mich im Jahr des Herrn 1953.“

Unter Pfarrer Völcker bekam die Kirchengemeinde auch ein neues Pfarrhaus, herrlich gelegen auf er Höhe kurz vor Appenhofen. In diesem Pfarrhaus war ein Gemeindesälchen vorhanden, in dem sich ein reges Leben abgespielt hat. Nachdem die „Alte Kinderschule“ nicht mehr für die Belange des Frauenkreises und des Kirchenchores brauchbar waren, wurden deren Stunden im Gemeindesälchen abgehalten, wobei es häufig zu einem Gedränge kam, da der Raum knapp bemessen war. Doch konnte dies die Einsatzfreude und das Engagement beider Vereinigungen weder hindern noch schmälern.

Um das Jahr 1958 herum taten sich Frauen aus Ingenheim – Appenhofen zum Protestantischen Frauenkreis zusammen und bildeten seitdem ein tragendes Element der Kirchengemeinde. Mit großem Einsatzeifer und unermüdlichem Fleiß bilden sie das Rückgrat angefangen von kirchlichen Festlichkeiten bis hin zur finanziellen Unterstützung von Bauvorhaben.

Unter Pfarrer Albert Fischer stand eine weitere Kirchenrenovierung an. Architekt Thürwächter hatte die Aufgabe, in den Jahren 1962/63 der Kirche wieder ein gutes Aussehen zu verleihen.

Im Meldebogen der Landeskirche über den Zustand der Orgel heißt es 1944, daß die Orgel schon seit über 10 Jahren nicht mehr zu benutzen sei. Vor 1967 war dann nur noch das Gehäuse vorhanden. 1967 bauten dann die Gebrüder Oberlinger in den vorhandenen Prospekt ein neues Werk auf mechanischer Schleiflade ein. Die Disposition dazu stammt von LKMD Adolf Graf. Da das Werk nun über 15 Register verfügt (gegenüber 9 Register der Vorgängerin) mußte das Gehäuse seitlich erweitert werden.

Disposition Hauptwerk C – g´´´: Prinzipal 8´, Rohrflöte 8´, Oktave 4´, Kleingedakt 4´, Superockave 2´, Mixtur 5-fach 1 1/3´, Trompete 8´

Hinterwerk C – g´´´: Gedakt 8´, Koppelflöte e´, Prinzipal 2´, Sesquialter 2-fach, Scharff 4-fach (Tremulant)

Pedal C – f´: Subbaß 16´, Octabaß 8´, Prinzipalbaß 4´, Posaune 16´,
3 Koppeln

Am 1. Juni 1969 wurde der Evangelische Kindergarten in der Mühlhofener Straße eingeweiht. Da die Verhältnisse hygienischer und baulicher Art im Vereinshaus unertragbar geworden waren, war dieser Neubau notwendig geworden. Architekt Kurt Jung, Kandel, erstellt darauf hin einen neuen Zweckbau. Er enthält die beiden Gruppenräume, die sanitären Einrichtungen und zwei Wohnungen für Kindergärtnerinnen.

Die neue Kindergartenleiterin wurde Helga Schmitz, geb. Kahl.

Da sich die Absicht von Pfarrer Alfons Bubel zerschlagen hatte, die Kirchengemeinden Billigheim – Mühlhofen und Ingenheim – Appenhofen zusammenzulegen, wurde im Jahr 1978 beschlossen, den Saal der „Alten Kinderschule“ so einzurichten, daß er jedenfalls für die Arbeit des CVJM benutzt werden konnte. Von hier aus war es noch ein weiter Weg, bis endlich 1984 mit dem Neu bzw. Umbau des alten Hauses begonnen werden konnte. Architekt Fritz Cawein hatte eine sehr gute Planung vorgelegt, welche den Abbruch des alten Schwesternhauses und die Renovierung der Säle vorsah. Dank der Unterstützung der Bevölkerung und auch hier wieder besonders des Frauenkreises war es möglich, die Finanzierung sicherzustellen. Auch Kreis und Kommune stellten Finanzmittel zur Verfügung.

Heute dürfen wir mit Stolz das „Haus der Begegnung“ benutzen und es ist inzwischen zu einem wichtigen Kommunikationszentrum innerhalb unserer Gemeinde geworden.

1986 feierte unser Kirchenchor sein 120jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst und einem großen Konzert.

Im April 1986 erschien zum ersten mal der Gemeindebrief und ist seither ein wichtiges Organ innerhalb der Pfarrei.

Seit Jahren besteht nun auch eine sehr gute Beziehung zur katholischen Schwesternkirche in Ingenheim. Mit den Amtsträgern wurden schon zahlreiche gemeinsame Gottesdienste, gemeinsame Trauungen, Waldgottesdienste, Bibelwochen und viele andere ökumenische Begegnungen abgehalten.

Möge unser Herr diesen Bemühungen seinen Segen geben, daß wir dies begonnene Werk fortsetzen können zum Wohle der Gemeinden und zur Ehre unseres Gottes!