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Abschied nach 35 Jahren - Pfarrer Schneider-Mohr geht in Pension

Die Christuskirche als Beispiel für den Umgang mit zeitgenössischer Kunst

Ein Filmdokument der Pfälzischen Landeskirche.
Zum Film "Glaube braucht Bilder"

Nacht der Kirchen - Pfingstsonntag 2019

Kunst von Tobias Kammerer in der Christuskirche


Tobias Kammerer bei der Ergänzung seiner Glaskunst durch Wandmalerei.
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Jazz trifft Predigt - Jona


Gottesdienst in der Christuskirche zum Anhören auf You Tube
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CD "Mercy, Mercy, Mercy" für einen guten Zweck


Zugunsten des Fördervereins Christuskirche St. Ingbert e.V. veröffentlichte Pfarrer Schneider-Mohr eine Studioaufnahme ("Mercy, Mercy,Mercy") mit 19 Titeln, die mittlerweile vergriffen ist. Eine neuere Auflage umfasst nun auf einer Doppel-CD insgesamt 23 Titel. Zum Preis von 18 € ist sie erhältlich im Pfarramt und in der Christukirche. Die Doppel-CD bietet einen Genremix aus Jazzstandards und Popsongs, gespielt mit dem Altsaxophon, der Klarinette oder gesungen. 
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undefinedZum Reinhören in die CD

Tageslosung

Losung für Freitag, 05. Juni 2020
Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?
Psalm 42,4

Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.
2.Korinther 12,9

© Evangelische Brüder-Unität

Kirche für Zuhause - Kantate 2020


Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. (Ps 98, 1)

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Lied: EG 324,1-4.7
Psalm: EG 755

Gebet:
Gott, dich lobt unser Lied.
Dein Wort schenkt uns Freude und Zuversicht.
Es tröstet und stärkt uns.
Hilf uns durch deinen Geist,
dass wir unser Lebenslied seine Melodie singt
und wir dich loben mit unserem Leben.
Erhöre uns um deiner Liebe willen.
Amen.

Lied: EG 116,1

Predigt:
Auf dem Foto ist eine Bank zu sehen.
Dies Bank steht auf der Nordseeinsel
Borkum, genauer gesagt am Südstrand
Richtung Promenade. Und wenn man auf
einer dieser Bänke – es gibt mehrere,
damit auch viele Menschen Platz haben –
sitzt, hat man einen fantastischen Blick
auf die Nordsee. Eigentlich wollte ich nach
Ostern auf einer dieser Bänke sitzen. Ich
wollte ans Meer, Urlaub machen, die
Seele baumeln lassen, den Wind um die
Nase wehen lassen und das Meer
rauschen hören.
Doch dann die Pandemie. Sie hat unser
aller Leben schlagartig verändert.

Plötzlich war es nicht mehr möglich auf dieser Bank zu sitzen, oder auf einer anderen. Auf einer hier bei uns im Wald oder im Park oder in unserer Kirche. Auf dem Foto sind im Hintergrund auch dunkle Wolken zu sehen. Manchmal ziehen sie auf am Himmel und in unserem Leben. Es wird stürmisch. Vor lauter Sturm sehen wir  nicht mehr gut. Sehen keinen Weg mehr, verlieren die Richtung. Sehnen uns nach Licht und Wärme. Weglaufen und richtungsloses Umherlaufen macht vieles noch schlimmer. Mitten in diesen dunklen Wolken steht eine Bank. Eine Bank ist etwas Wunderbares, wenn es stürmisch wird in meinem Leben. Sie lädt mich ein, mich zu setzen. Sitzen zu bleiben. Zur Ruhe zu kommen. Einatmen, Ausatmen. Gute und frische Luft einatmen, verbrauchte ausatmen. Den Kopf freikriegen und einfach nur sein. Den Moment spüren und genießen.          Ob diese Bank am Meer steht, im Wald oder in unserer Kirche. Und zu beten oder zu singen: Du durchdringest alles; lass dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. (EG 165,6)

Auf dem Foto wird die Bank von der Sonne angestrahlt. Die Sonne ist im Vordergrund und
ich stelle mir vor, dass ich dort sitze und sie mir ins Gesicht scheint. Natürlich kann ich
nicht für immer auf einer Bank sitzen. Ich muss wieder zurück ins Leben gehen. Jetzt
vielleicht ein bisschen anders. Wieder mir neuer Energie. Und guter Laune. Die Sonne hat
mich angelacht, ich lache auch. Mit weniger Druck. Mit klareren Gedanken.
Mit Zuspruch und erholt.
Das Tolle an einer Bank ist auch: Sie bleibt, auch wenn ich gehe. Und sie ist noch da,
wenn ich wiederkomme. Ob am Meer, im Wald oder in unserer Kirche. Immer wieder habe
ich die Möglichkeit, mich hinzusetzen. Durchzuatmen. Zu lauschen. Was mir gut tut, in
mich aufzusaugen.
Herr, komm in mur wohnen, lass mein‘ Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden;
komm, due nahes Wesen, dich in mir verkläre, dass ich dich stets lieb und ehre. Wo ich
geh, sitz und steh, lass mich dich erblicken und vor dir mich bücken. (EG 165,8)
Mittlerweile dürfen wir uns wieder auf eine Bank setzen. Im Wald oder im Park. Einfach so.
Und bald werden wir auch wieder auf den Kirchenbänken sitzen.
Amen

Lied: EG 165,1.2.5

Gebet:

Wir danken dir, Gott, für alle Musik,
die dich lobt und uns froh macht.
Deine Treue ist jeden Tag neu,
deine Liebe ist ohne Grenzen.
Du bist bei uns, wenn es uns nicht gut geht,
wenn wir Hoffnungslosigkeit und Schmerzes unser Herz schwermachen.
Darum freuen wir uns über deine Barmherzigkeit und singen dein Lob.
In der Stille denken wir vor dir an die Menschen,
denen Leid und Sorge den Mund verschlossen haben;
die nicht singen, sondern seufzen;
die nicht loben, sondern klagen;
die an den Missklängen des Lebens leiden.

Stille

Segne alle, die uns mit Musik erfreuen und dir dienen.
Wir bitten dich, barmherziger Gott:
Lass uns einstimmen in das Lied des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe.
Wir danken dir, Gott, für die Musik,
die dich lobt und uns froh macht.
Dir sei Ehre in Ewigkeit.

Mit den Worten deines Sohnes beten wir weiter: Vater unser im Himmel…

Lied: EG 272 (2x)

Segen:
Der Herr segne dich und behüte dich.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dich und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen

 

 

 

Ostern 2020

Liebe St. Ingberterinnen, lieber St. Ingberter,
Ostern liegt nun hinter uns. In diesem Jahr anders als wir es uns je
vorgestellt hätten. Und doch hoffentlich                                                                  ein frohes Osterfest für Sie und
Ihre Familien. Auch wenn Sie nicht zusammen sein konnten, doch
verbunden in Gedanken, übers Telefon,     via Facetime oder Skype sogar
mit dem Bild des anderen vor Augen.
Und auch wenn wir uns nicht in der Kirche treffen konnten, um die
Auferstehung im Gottesdienst zu feiern, so waren wir verbunden im
Gebet und in unserem Glauben. Denn auch wenn wir Ostern nicht so
feiern konnten wie sonst, hat sich die Botschaft von Ostern nicht geändert:    

Der Herr ist wahrhaft auferstanden.

Mit Ostern hat die Osterzeit begonnen. Die Freude von Ostern darf und
soll noch weiterklingen in den Wochen, die vor uns liegen. Sie stimmt ein
in das Lied des Lebens, das die Natur uns singt. Die Sonne scheint, die
Gärten, Wiesen, Felder und Wälder werden grün und bunt. Überall blüht
und grünt es. Die Vögel zwitschern und bauen fleißig ihre Nester.
Bienen, die ersten Schmetterlinge und allerlei Insekten schwirren umher.
So frei wie sich die Natur bewegt, so frei dürfen wir uns noch nicht
bewegen. Wir müssen uns noch ein bisschen gedulden und tapfer sein.
Bisher haben wir das gut gemacht und haben dazu beigetragen, dass
das Virus sich nur langsam ausbreitet. Damit haben wir Leben gerettet.
Vieles vermissen wir, vieles fehlt. Umso größer kann die Vorfreude
darauf sein. Vorfreude ist, wie man sagt, die schönste Freude.
Auch mit den Gottesdiensten müssen wir noch etwas warten. In naher
Zukunft wird es Gespräche der Minister von Bund und Ländern mit den
Religionsgemeinschaften geben. Warten wir ab, was unsere
Landeskirche beschließen wird. Wir werden Sie auf dem Laufenden
halten.
Bis dahin wünsche ich uns allen, dass wir gesund bleiben und all das
Schöne um uns herum wahrnehmen und uns daran freuen!
Das wird uns die Wartezeit versüßen!
Seien Sie gesegnet und behütet!

Der Herr segne und behüte euch.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten  über euch und sei euch gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf euch
und gebe euch seinen Frieden.

Amen

Ihre und Eure Pfarrerin Michelle Scherer

März 2020

„Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten!“
So beginnt das Lied 165 in unserem Gesangbuch.
Eins meiner Lieblingslieder.
Gott ist gegenwärtig. Er ist da. Ohne Ausnahme.
An jedem Ort und zu jeder Zeit.
In diesen Tagen müssen wir uns von Menschen fernhalten,
die wir ansonsten gerne und oft um uns haben.
Das ist nicht leicht. Wir fühlen uns isoliert und abgeschnitten.
Da klopfen Einsamkeit und Angst schnell an der Tür und stürmen rein.
Wir schaffen es nicht immer, sie draußen zu lassen.
Gut zu wissen, dass Gott auch in Angst und Einsamkeit gegenwärtig ist.
Und wenn wir zu ihm beten, fühlen wir ihn,
und verbinden uns mit ganz vielen anderen Menschen, die das auch tun.
Egal ob wir frei beten und ihm unser Herz ausschütten,
die vertrauten Worte von Jesus Christus sprechen,
oder schweigen und Gott unser Herz einfach nur hinhalten.

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und allen Trostes,
der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis. (2Kor 1,3-4)

Gebet:

Guter Gott,

nun müssen wir uns schon einige Tage voneinander fernhalten.
Wir vermissen vertraute Menschen.
Großeltern ihre Enkel und umgekehrt,     unsere Freunde, unsere Kollegen bei der Arbeit.
Wir müssen weiter durchhalten, das wissen wir.
Es fällt uns trotzdem nicht leicht.
Du kennst die Einsamkeit.
Zeig uns Wege, wie wir damit umgehen können und hilf uns durchzuhalten.

Schenk uns kreative Ideen, wie wir einander nicht aus den Augen verlieren.
Stärke in uns Glauben, Hoffen und Lieben
und bleibe bei uns.
Amen

Ihre Pfarrerin Michelle Scherer