SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Fang den Tag von heute!

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 02. Februar 2011.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Um Entschuldigung bitten.

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Dienstag, 01. Februar 2011.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das verzeih ich Dir nie!

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Montag, 31. Januar 2011.

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RPR1 "Angedacht": Deutschaufsatz.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 29. Januar 2011:

Heute möchte ich jemandem übers Radio grüßen! Sein Name ist Steven! Er ist dreizehn und hat am Montag seinen Deutschaufsatz zurückbekommen. Fünf Minus. Heute soll er dem Lehrer den Aufsatz zurückgeben, von den Eltern unterschrieben.

Aber Steven hat den Aufsatz nicht unterschreiben lassen. Er hat sich nicht getraut, sie seinen Eltern zu zeigen. Er hatte ja schon im letzten Diktat eine Fünf.

Womit haben wir das verdient! Warum schmeißt du deine Zukunft so weg! Hat seine Mutter damals gesagt und geweint. Sein Vater hat nur geschwiegen, mit diesem vorwurfsvollen Blick der sagt: Siehst Du, deine Mutter weint, nur wegen dir.

Steven fühlt sich verlassen und: er hat Angst. Ohne Unterschrift unter seinem Aufsatz traut er sich nicht mehr in die Schule, aber nach Hause traut er sich eigentlich auch nicht mehr. mit Angst aus dem Haus.

Am liebsten würde er abhauen! Einfach weg. Keine Eltern mehr, keine Schule und kein DU MUSST. Du musst lernen, du musst aufpassen, du musst dich anstrengen, du musst gute Noten schreiben. Als ob das so einfach wäre… Wer interessiert sich eigentlich dafür, wie es mir dabei geht, denkt Steven. Wer hört sich meine Sorgen an?

Ich hab eine Botschaft für dich, Steven. Sie steht genauso in der Bibel. Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.

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RPR1 "Angedacht": Vorurteile.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 28. Januar 2011:

Auf eine Betonwand hat der britische Künstler Banksy ein Graffiti aufgesprüht. Es ist das Bild von einem autonomen Demonstranten. Sein Gesicht hat er unter dem Palästinenserschal feige vermummt. Dazu trägt er einen schwarzen Schlabberpulli, unter dem er bestimmt noch eine Waffe versteckt hat!

Seinen rechten Arm hält Autonome weit hinter seinem Rücken. Klar, er holt aus, um gleich mit irgendwas zu werfen! So kennen wir sie ja aus dem Fernsehen. Diese feigen, vermummten Randalierer, die Polizisten mit Steinen bewerfen. Die nur eine Sprache verstehen, Gewalt. Das sind doch keine Menschen! Oder?

Tatsächlich hat der Autonome auf dem Graffiti keinen Stein, keine Flasche und auch kein Molotow-Cocktail in der Hand, sondern einen Blumenstrauß! Und plötzlich ist das kein anonymer Randalierer mehr. Es ist ein lieber Kerl, der anderen gewitzt und freundlich Blumen rüberwirft, um ihnen eine Freude zu machen.

Ich fühle mich ertappt. Weil ich nur schlecht von ihm gedacht habe. Dabei habe ich mir doch für dieses Jahr vorgenommen, was die Jahreslosung für dieses Jahr von mir fordert/vorschlägt. Der Apostel Paulus schreibt: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, überwinde das Böse mit Gutem. Dieser Blumenstrauß-Guerrilliakämpfer zeigt mir, wie es gehen kann. Eben ganz menschlich.

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RPR1 "Angedacht": Ich sehe was.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 27. Januar 2011:

Ich sehe was, was du nicht siehst!“ Die Kinder in der Grundschule lieben dieses Spiel. Einer wählt irgendeinen Gegenstand im Klassenzimmer aus, die Tafel zum Beispiel, und gibt einen Hinweis darauf. Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist grün!“ Die anderen Kinder müssen dann raten, was ihr Mitschüler meint.

Ich sehe was, was du nicht siehst! – Im Leben kommt es mir auch manchmal so vor. Da versuche ich zu raten, welchen Sinn die Dinge haben, die tagtäglich um mich herum passieren. Viele davon passt einfach nicht zusammen: Bin ich zum Beispiel rücksichtsvoll und hilfsbereit, werde ich schamlos ausgenutzt! Ist das etwa gerecht?

Ich sehe was, was du nicht siehst. Für mich kommt da mein Glaube ins Spiel. Er hilft mir, mehr zu sehen, als das was vor meinen Augen ist. Wie bei Jesus. Der hat sich um eine bessere Welt gemüht. Wollte was ändern und wurde schließlich ans Kreuz genagelt.

Die Ungerechtigkeit hatte scheinbar gesiegt. Aber an Ostern hat Gott dann sein wahres Gesicht gezeigt. Jesus ist von den Toten auferstanden. Nicht muss so bleiben, wie es ist.

Und weil ich darauf vertraue, dass auch ich eines Tages auferstehen werde, macht es Sinn, dass ich Jesu Spur folge. Mit ein wenig Glaube, Liebe und ganz viel Hoffnung. Darauf, dass sich alles ändern kann.

Ich sehe da was, sehen Sie es auch?

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RPR1 "Angedacht": Dazugehören.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 25. Januar 2011:

„Gehörst du auch dazu?“ das hat mich eine Konfirmandin gefragt. Sie wollte wissen, ob ich auch Mitglied im sozialen Netzwerk wer-kennt-wen bin. Nein, ich gehöre noch nicht dazu, habe ich geantwortet.

Allerdings muss ich schon zugeben: Dazugehören ist wichtig. Und wenn man dazugehört, dann kann man das auch zeigen. Auch auf der eigenen Seite im Internet. Also hab ich mich bei wer kennt wen angemeldet und dann in Ruhe abgewartet, wie viele Leute mit mir Kontakt aufnehmen.

Das Ergebnis: Bis heute kennen mich gerade mal 127 Leute. Andere haben 500, 800 oder sogar 1000 Kontakte. Sind diese Menschen soviel interessanter als ich? Cooler? Liebenswerter? Sind sie womöglich einfach besser?

Die Antwort lautet: Nein. Mein Wert bemisst sich nicht danach, wie viele Leute mich kennen und mich – vielleicht – gut finden. Ich glaube nicht, dass ich interessant, cool, liebenswert, in einem Wort: wunderbar, bin. Ich weiß es.

So hat Gott mich geschaffen. Und egal wie viele Menschen mich bei Wer kennt wen kennen. Bei Gott gehöre ich schon längst dazu!

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