RPR1 'Angedacht': Corporate Volunteering

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 3. Juni 2008:

Der Mensch blüht auf, wenn er wirklich gebraucht wird. Immer mehr Firmen erkennen dies und schicken ihre Mitarbeiter hinaus in die soziale Wirklichkeit: Gutes tun auf Firmenkosten, im Fachjargon heißt das: Corporate Volunteering. Ehrenamtliche Tätigkeit im Namen der Firma, gefördert von der Firma.

So absolvieren Führungskräfte von Großkonzernen Sozialpraktika bei der Bahnhofsmission, im Knast oder bei der Drogenberatungsstelle. Andere fällen Bäume bei Öko-Projekten, beaufsichtigen oder unterrichten Kinder aus armen Familien, gehen mit Blinden ins Theater oder begleiten einsame Senioren auf Spaziergängen.

Solche ehrenamtlichen Tätigkeiten sind wie eine Frischzellenkur fürs Unternehmen. Die Mitarbeitenden blühen tatsächlich auf und identifizieren sich mit ihrer Firma, sie bringen frischen Wind und neue Ideen ins Haus und lernen die Kollegen von einer ganz neuen Seite kennen und schätzen. Und bei den Kunden gewinnt die Firma an Glaubwürdigkeit.

Gutes tun als Corporate Volunteering zahlt sich aus, für alle Beteiligten. Warum also nicht auch Corporate Volunteering für die eigene Kirchengemeinde?

Im Herbst finden in den Gemeinden der Evangelischen Kirche die Presbyteriumswahlen statt. Die Kirche braucht das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitglieder. Ehrenamtliche Tätigkeit im Gemeindevorstand oder aber auch in Besuchsdienstkreisen, in der Jugend- oder Seniorenarbeit.

Corporate Volunteering zahlt sich aus, für alle Beteiligten. Auch in der Kirche.

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