RPR1 'Angedacht': All Inclusive

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 4. Juli 2008:

Es geht doch nichts über eine wunderschöne Pauschalreise.
“All inclusive” – lautet das Zauberwort. Man braucht sich um rein gar nichts mehr zu kümmern. Jeder Gast bekommt sein gelbes Armband… und nun darf er oder sie endlich futtern, bis die Knöpfe von der Hose platzen, saufen bis zum Augenstillstand, Eis und Kuchen schlemmen, bis der Arzt kommt.

Kurz und gut: Es geht doch nichts über eine wunderschöne Pauschalreise – All inclusive. Oder doch?

Wie anders war Urlaub damals bei Jesus: Statt “All-Inclusive”-Schlemmen war strenges Fasten angesagt. Statt Bewässerungsblumenpracht gab es Wüste pur. Und das Animationsprogramm – das bestand aus Meditation und Gebet. “Jesus lebte mit den wilden Tieren zusammen, und die Engel Gottes versorgten ihn“ (Markus 1,12+13) So beschreibt die Bibel den Urlaub, den Jesus gemacht hat.

Nun ja, auch wenn unser Urlaub heute anders ist – ich meine, eines können wir uns bei Jesus abgucken: Ihm hat die Zeit zur Besinnung schlicht gut getan. Jesus hat bei seiner Auszeit in der Wüste Gott erfahren als den, der ihn wirklich begleitet – was auch geschieht. Und das hat ihn gestärkt – für den Alltag.

Ich meine, genau so etwas können wir auch gut brauchen.
Eine Zeit zur Besinnung, zum Gespräch – mit Gott und mit anderen.

In diesem Sinn: einen schönen Urlaub!

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Gedankenlesen - Alles hat seine Zeit

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 4. Juli 2008:

Jeden Tag bin ich mit dem Zug unterwegs zu meiner Arbeitsstelle. Oft schaue ich dabei meine Mitreisenden an und stelle mir vor, was sie wohl gerade denken. Welche Wünsche sie an ihr Leben haben, was sie schon alles erdulden mussten. Oder worüber sie ganz besonders glücklich sein könnten.

Denkt der Herr dort drüben mit seinem triumphierenden Lächeln gerade an seinen möglichen Lottogewinn – oder das stille Mädchen dort vorne, das nervös auf seinem Bleistift kaut, vielleicht gerade an die bevorstehende Klausur? Und die Dame im mittleren Alter, ärgert sie sich immer noch über den unnötigen Streit von gestern mit ihrem Mann? Und plötzlich ist dieses stille, langweilige Zugabteil angefüllt mit Gedankensplittern und Lebensgeschichten…

Unwillkürlich muss ich an das Buch des Predigers in der Bibel denken. Dort steht: „Alles hat seine Zeit – Lachen hat seine Zeit, weinen hat seine Zeit, sich umarmen hat seine Zeit und sich voneinander wegstoßen hat seine Zeit, Lieben hat seine Zeit und hassen hat seine Zeit“ – so lässt es sich jeden Morgen im Zug und auch im eigenen Leben erfahren. Denn richtig – alles im Leben hat seine Zeit.

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