RPR1 'Angedacht': Nelson Mandela - die Herrlichkeit Gottes verwirklichen
Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 17. Juli 2008:
„Wir sind geboren worden, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist, zu verwirklichen.“ Das ist kein Satz aus einer Predigt. Das ist ein Satz aus der Antrittsrede eines Staatspräsidenten. Dieser Satz stammt von Nelson Mandela, als er 1994 sein Amt als Staatspräsident von Südafrika antrat. Heute vor 90 Jahren wurde Mandela geboren.
„Die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist, verwirklichen.“ Der Satz stammt von einem Menschen, der 27 Jahre im Gefängnis saß. Verfemt, verbannt, verboten. Weil er für Recht und Gerechtigkeit eintrat. Für gleiches Recht für alle. Unabhängig von der Hautfarbe, nach der in seinem Heimatland die Menschen sortiert wurden.
Gekämpft hat er gegen die Apartheid. Mit Worten und mit Waffen. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern und alleine in seiner Gefängniszelle. Der Gefangene wurde zum verehrten Helden, zur gefeierten „Pop-Ikone“. „Free Nelson Mandela“ war ein Superhit in den 80ern.
Seine Popularität nutzte Mandela nach seiner Freilassung 1990, um zur Versöhnung aufzurufen. Das Ergebnis: 1994 kommt es zur ersten freien, gleichen und geheimen Wahl in Südafrika. „Ein langer Weg zur Freiheit“ nicht nur für ihn. Auf dem Höhepunkt des Weges erinnert er daran, dass man nicht als Kämpfer, Held oder Idol geboren wird. „Wir sind geboren worden, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns ist, zu verwirklichen.“ Und er fährt fort: „Die Herrlichkeit Gottes ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen“.
Darum sage ich heute, an seinem Geburtstag: Bitte, Gott, hilf auch mir, Deine Herrlichkeit zu verwirklichen. Und: Danke, Gott, für diesen wunderbaren Menschen, Nelson Mandela.
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