RPR1 'Angedacht': Gute Nachrichten
Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 19. Juli 2008:
Die Welt ist schlecht. Könnte man glauben, wenn man Nachrichten hört. Und liest. Und sieht. Jeden Tag Berichte über verwahrloste Kinder, Krieg, Klimakatastrophe. Weg damit.
Her mit den guten Nachrichten über glückliche Kinder, Friedensschlüsse, Bewahrung der Schöpfung. So etwa muss es sich der Senat des rumänischen Parlaments gedacht haben, als er im vergangenen Monat einstimmig beschlossen hatte, Radio und Fernsehen müssten künftig gleich viele gute wie schlechte Nachrichten verbreiten. Mit dem Gesetz wollten die Politiker „das allgemeine Klima verbessern“ verbessern, eine „emotional und mental ausgeglichene Sicht auf das tägliche Leben“ ermöglichen.
Die Welt ist gut. Sollte man glauben. Aber schon kommt wieder eine schlechte Nachricht: Das rumänische Verfassungsgericht hat das neue Gesetz gekippt. Das neue Gesetz sei schlicht verfassungswidrig. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf täglich gute Nachrichten. In Rumänien nicht. Und bei uns auch nicht.
Was tun? Ich meine: Weiter gute Nachrichtensendungen hören. Bei RPR zum Beispiel. Die einzelne Nachricht aber muss die Realität wiedergeben. Sei sie gut oder schlecht.
Und doch kann man täglich „die Gute Nachricht” hören. Zum Beispiel bei RPR. Der Titel der täglichen guten Nachricht heißt „Angedacht“. Und die „Gute Nachricht“ ist nichts anderes als das deutsche Wort für „Evangelium“. Davon erzählen wir. Täglich. Vom Evangelium, der Guten Nachricht. Von Gott und der Welt. Ganz ohne Gesetz. Aus freien Stücken. Die Gute Nachricht. Für einen guten Tag. Auch morgen wieder.
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