RPR1 'Angedacht': Geh in seinen Gummistiefeln!
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 29. Juli 2008:
Willst du einen Menschen verstehen, geh einen Tag lang in seinen Mokassins, lautet ein altes Indianersprichwort. Gülcan Kamps und Collien Fernandes tauschten freiwillig ihre Goldstilettos gegen Gummistiefel. 25 Tage lang arbeiteten die VIVA-Moderatorinnen für ProSieben auf einem bayrischen Bauernhof.
Die Doku-Soap war als harte Prüfung konzipiert: Um 4.30 Uhr aufstehen, ab in den Kuhmist, dazu ein mickriges Taschengeld. „Euer Schmuck soll nicht äußerlich sein wie Haarflechten, goldene Ketten oder prächtige Kleider,“ so heißt es in der Bibel, „sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes: das ist köstlich vor Gott.“*
Die Städterinnen überraschen als „verborgene Menschen des Herzens“. Herzlich und offen gehen sie auf ihre Gastfamilie zu. Den beidseitigen Kulturschock moderieren sie warmherzig und humorvoll. Ihr Überlebensmotto: Leben und leben lassen. Tausche nette Unterhaltung gegen praktische Hilfe!
Willst du einen anderen Menschen verstehen, musst du einen Tag in seinen Gummistiefeln gehen. Bei Gülcan und Collien hat das funktioniert.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Austritt bezahlen?
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 29. Juli 2008.
„Du, Papa, warum müssen wir im Theater Eintritt bezahlen, und in der Kirche immer Austritt?“ Der Vergleich zwischen Theater und Kirche wundert mich nicht so sehr wie die Formulierung vom Austritt bezahlen in der Kirche. Ich erkläre ihm, dass wir mit den Eintrittskarten im Theater die Schauspieler für ihre Arbeit bezahlen, in der Kirche wir aber nicht den Pfarrer bezahlen, sondern Geld sammeln für die Armen in der Welt.
„Wer bestimmt, dass Du Geld bezahlen musst beim Austritt?“. Ich sage ihm, es ist ganz freiwillig, aber schon sehr früh haben die Menschen gesagt, es ist gut, Menschen zu helfen, die wenig Geld haben. Zurück geht das alles auf einen Mann namens Paulus. Der reiste durch die ganze Welt und erzählte den Menschen von Jesus. Seine Gemeinde, die in Jerusalem lebte, gab ihm aber den Auftrag, überall, wo er Gottesdienst hielt und von Jesus erzählte, auch Geld zu sammeln für die Armen in Jerusalem. Das tat er dann auch. Viermal war er auf einer großen Reise, und jedes Mal kam er mit viel Geld zurück.“
Das ist der Grund, weshalb wir bis heute am Ende des Gottesdienstes für den „Austritt“ Geld erbitten.
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