RPR1 'Angedacht': Die Deutschen und das Glück
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 2. August 2008:
Immer nur das machen, wozu man Lust hat, immer glücklich sein und entspannt: Was für ein Stress! Zum Glück sind die Sommerferien vorbei, und damit auch die Urlaubszeit.
Wir Deutschen haben es beim Glücklichsein aber auch besonders schwer. Das sagt schon die Statistik. Da rangieren wir eher im Mittelfeld, genauer gesagt auf Platz 81 in der internationalen Statistik des Glücklichseins. Die glücklichsten Menschen der Welt findet man anderswo. Sie wohnen auf Vanuatu, Platz 1 auf der Liste, einer Insel in der Südpazifik. Was haben die, was wir nicht haben?
Anders: Sie haben nichts von dem, was wir haben. Und das macht sie glücklich. Die Leute dort sind ärmer und können sich wegen der verschiedenen Sprachen auf der Insel kaum untereinander verständigen. Viele Errungenschaften der Zivilisation haben sie noch nicht kennen gelernt. Sie macht glücklicher als alle anderen, dass sie in einer freundlichen Gemeinschaft leben, ihre Familien zusammen halten und jeder sich eine Freude daraus macht, anderen zu helfen oder einen Gefallen zu tun.
Machen wir Deutschen also etwas falsch? Irgendwie schon – zumindest wenn wir der Statistik glauben.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Ein Kreuz aus Patronenhülsen
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 2. August 2008:
Ein Pressefoto liegt vor mir. Es zeigt den Papst und eine junge Frau, die ihm ein Kreuz übergibt. Nicht irgendein Kreuz, sondern eines aus Patronenhülsen von Kalaschnikovs. Die junge Frau ist China Keitetsi aus Uganda. Gerne hätte ich gewusst, was Benedikt XVI. zu ihr gesagt hat. Aus dem kurzen Bericht unter dem Foto geht es nicht hervor.
Das Kreuz ist eng mit ihrem Schicksal verbunden. China Keitetsi war Kindersoldatin. Ugandische Soldaten zwangen sie im Alter von acht Jahren zu töten. Hätte sie sich geweigert, wäre sie wohl selbst erschossen worden. Irgendwann gelang ihr die Flucht. Nun besuchte sie Benedikt XVI. und bat ihn um Vergebung für ihre Gewalttaten als Kindersoldatin. Dabei reichte sie ihm das selbstgefertigte Kreuz, damit er es segnete.
Das Pressefoto zeigt Benedikt XVI. mit einem sanften Lächeln im Gesicht. Ob er ihr etwas vermittelt hat von der Liebe Gottes, die größer ist als menschliche Schuld? Die Bibel sagt: „Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Mächte noch Gewalten, weder Hohes noch Tiefes mich trennen kann von der Liebe Gottes.“
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