RPR1 'Angedacht': Lernfach Glück

Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 11. August 2008:

Für die meisten Kinder und Jugendlichen im RPR1-Land beginnt heute schon die zweite Unterrichtswoche im neuen Schuljahr. Mit neuen Heften und Büchern ging es los, aber auch mit neuen Erwartungen und Wünschen – und ich hoffe, dass diese nicht jetzt schon enttäuscht wurden, sondern dass Spaß und Glück überwiegen beim Lernen und beim Zusammensein mit Freundinnen und Freunden. Denn nicht für die Schule – sondern für das Leben lernen wir.

Inzwischen gibt es an einer Schule sogar Glück als Lernfach.
In der Heidelberger Willy-Hellpach-Schule büffeln Schüler, wie man heiter und zufrieden leben kann. Mental- und Entspannungstrainer, Schauspieler und Professoren leisten hierbei Hilfestellung.

Kann man Glück lernen? Die positive Bilanz des vergangenen Schuljahres gibt den Initiatoren recht: Die Schüler dieses Projektunterrichts schnitten deutlich besser ab als die Kontrollgruppe. 80 Prozent der Glücksgruppe empfinden ihr Handeln als sinnvoll – gegenüber 33 Prozent der übrigen Schüler.

Das Schulfach Glück trägt wesentlich dazu bei, dass junge Menschen Selbstvertrauen und Freude am Leben gewinnen konnten, sich selbst und andere achten und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Ziele, die fürs ganze Leben wichtig sind.

Glück kann man lernen – schön, dass das Schule macht!

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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Olympia

Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 11. August 2008:

Olympia bereitet uns wieder mal ein Wechselbad der Gefühle. Die einen fiebern mit ihren Idolen. Weltbestzeiten werden gelaufen, geschwommen, höher, weiter, schneller muss es gehen. Andere werden schier erdrückt von der politischen Macht China.

Sport und Politik sind auseinander zu halten, heißt es offiziell. Natürlich wird auf beiden Feldern auch Macht ausgeübt. Selbstverständlich sind sie miteinander verbunden.

Der Apostel Paulus, den mit Recht niemand unter die Sportler rechnen wird, hat Schlagworte aus dem Bereich des sportlichen Wettkampfs benutzt. Ihm war klar: Unter den Menschen, die Glauben leben, sind auch Menschen, die Sport treiben, und ebenso solche, die politisch tätig sind.

Er macht deutlich: Hinter sportlichen Siegen – und Niederlagen – kann mehr stecken. Wirtschaftliche Gewinne wären eins. Das Öffnen politischer Türen ein Zweites. Gesellschaftliche Entwicklung ein Drittes.

Für ihn geht es noch weiter. So schreibt er einmal: Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist.

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