RPR1 'Angedacht': Mariä Himmelfahrt
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 15. August 2008:
Als Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, nahm Eva heimlich Kräutersamen und -wurzeln mit, pflanzte sie auf kargem Ackerland an und lehrte ihre Kinder das Geheimnis der Heilpflanzen.
Im Laufe der Zeit ging aber viel von diesen Kenntnissen verloren, erzählt die Legende. Maria aber, die Sündenlose, besaß denselben klaren Blick wie Eva vor ihrem Fall und erkannte die Heilkraft sämtlicher Kräuter wieder. Deshalb waren Maria und das Christuskind nie krank bis zu Jesu Tod am Kreuz.
Und die Legende hat noch eine wunderbare Fortsetzung: Als am dritten Tag nach Marias Begräbnis die Apostel ihr Grab besuchten, nahm ihnen ein köstlicher Duft fast den Atem. Das Grab war erfüllt mit Rosen und Lilien, und ringsumher sprossten und blühten alle Heilkräuter, die Maria so geliebt hatte. Seitdem werden am Tag, der zum Feiertag Mariä Himmelfahrt wurde, in vielen katholischen Kirchen Kräuter geweiht.
Auch für mich als Protestantin ist und bleibt Maria eine Frau, die nah an uns Menschen ist – gerade auch in dieser Funktion der kräuter- und heilkundigen Frau.
Eine schöne Vorstellung: So bodenständig und tatkräftig, wie sie gelebt hat, wird sie wie ihr Sohn in den Himmel aufgenommen. Für mich ist es ein Bild der Hoffnung und eine ermutigende Vision dafür, dass zwar gegen den Tod kein Kraut gewachsen ist, wir Menschen aber ganz und gar bei Gott geborgen sind!
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Sozialstation
Dekan Christian Rust, Rockenhausen, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 15. August 2008:
Vor knapp zwei Jahren bin ich zum Vorsitzenden unserer ökumenischen Sozialstation gewählt worden. Sozialstationen beschäftigen Schwestern, die kranke und alte Menschen besuchen und betreuen. Wir sagen gern bei Präsentationen von uns selbst, wir sind ein christlicher Dienstleister. Wir helfen mit, Menschen ambulant zu pflegen, bevor stationäre Pflege unumgänglich wird.
Mit christlich ist der theologisch geprägte Begriff ökumenisch eigentlich ganz gut und allgemein verständlich verpackt.
Aber warum Sozialstation? Sozial bedeutet auf Gesellschaft bezogen. Aber das sind andere Einrichtungen auch, obwohl es in ihrem Namen nicht vorkommt.
Und Station? Das erinnert mich immer zuerst an einen Bahnhof. Bushaltestelle. Tankstelle. Anhalten, ausruhen, auftanken. Das ist’s ja nicht ganz.
Dass uns da kein schöneres Wort eingefallen ist! Dass es da keinen Wettbewerb um den passendsten Namen gegeben hat. So ein bisschen spröde: Sozialstation. Obwohl Christlicher Dienstleister klingt auch nur als Erklärung gut.
Egal. Am Wichtigsten ist, dass wir nach dem Wort Jesu handeln: Was ihr einem der Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.
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