RPR1 'Angedacht': Eine Million Euro? Nein danke!
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 29. August 2008:
Ein Telefonanruf der ganz besonderen Art: Eine freundliche Dame fragt mich: „Möchten Sie eine Million Euro gewinnen?“
und staunt wohl nicht schlecht über meine Antwort: „Nein danke, heute nicht!“
Dieses Erlebnis erzähle ich Schülerinnen und Schülern einer Wirtschaftsklasse, die an meinem Verstand zweifeln: „Warum lassen Sie so eine Chance sausen?“ Etwas kleinlaut rechtfertige ich mich und erzähle ihnen von Menschen, die solches „Millionenglück“ hatten: Die ihre Arbeitsstelle aufgaben, weil sie ja nun „ausgesorgt“ hätten; die so über ihre Verhältnisse lebten, dass der Absturz schon frühzeitig vorprogrammiert war und die heute von Hartz IV leben.
Was sie mit uns gemeinsam haben? Ich denke, die Sehnsucht, in diesen wirtschaftlich so schwierigen Zeiten einfach finanziell abgesichert sein zu wollen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde es verständlich, dass sich jeder finanziell absichern will. Das ist fürs Weiter- und Überleben lebenswichtig.
Meinen Schülern erzähle ich von einem ganz anderen Reichtum. Fundort: Bibel. Neues Testament. Da schreibt Paulus an die Gemeinde in Korinth: „Ich danke meinem Gott …, dass ihr durch ihn in allen Stücken reich gemacht seid in aller Lehre und aller Erkenntnis!“ (1. Korinther 1, 4+5)
Hier wird Reichtum nicht in Geld gemessen. Reich sind wir dann, wenn wir erkennen: das Wichtigste im Leben sind menschliche Beziehungen. Pflegen wir diese Beziehungen: Dankbar, hoffnungsvoll und zukunftsorientiert.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Weniger Arbeit - mehr Leben
Pfarrerin Carmen Deßloch, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 29. August 2008:
„Und dann nimmt man noch Arbeit mit ins Wochenende.”
Ein Satz, den viele Arbeitnehmer unterstreichen können. Sie wissen oft vor lauter Arbeit nicht mehr, wo ihnen der Kopf steht.
Dabei braucht jeder Mensch einen Tag in der Woche, an dem er abschalten kann. Einen Tag, der nicht von Arbeit bestimmt ist. Aber die meisten trauen sich nicht, diesen Tag einzufordern. Sie sagen nicht Nein. Sie opfern lieber jedes Wochenende, damit sie Ihren Job behalten. Dabei bleiben sie selbst und andere auf der Strecke. Wie der kleine Sohn, der den Satz: „Ich habe keine Zeit um mit Dir Fußball zu spielen”, schon auswendig kann.
Es ist nicht einfach, kürzer zu treten und den Anforderungen nicht mehr gerecht zu werden. Zu groß ist für viele die Angst vor dem wirtschaftlichen Aus. Versuchen sollten Sie es trotzdem: Es gibt immer einen Weg. Denn für uns alle gibt schließlich nur das eine Leben, das wir leben können, und die Arbeit darf um des Himmels Willen nicht alles sein.
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