Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Geburtstage

Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 8. September 2008:

Diese Woche komme ich aus dem Feiern gar nicht mehr heraus: Heute haben sowohl mein Vater als auch zwei Kollegen Geburtstag, morgen dann eine Tante, und wenige Tage später ein guter Freund. Alle laden sie ein zu ihrem Ehrentag, wollen mit netten Menschen zusammen sein und sich mal so richtig feiern lassen.

Solche Geburtstagsfeiern gab es bis ins 19. Jahrhundert nur vereinzelt, und wenn, dann nur in höheren Gesellschaftsschichten. Ich finde es gut, dass das heute anders ist, denn für mich wird am Geburtstag etwas deutlich, was zur Grundüberlieferung des christlichen Glaubens gehört: Jeder Mensch ist ein einzigartiges, wunderbares Geschöpf Gottes.

Gerade am Geburtstag machen wir deutlich, dass wir Familienangehörigen, Kollegen, Freunden Liebe und Wertschätzung entgegenbringen, uns mit Ihnen freuen, dass es sie gibt. Solch ein Geburtstag soll auftanken und Kraft geben für all die anderen Tage, an der man nur einer unter vielen ist.

Der Geburtstag erinnert einen jeden daran: Du bist wertvoll, Du bist einzigartig, wir sind froh, dass Du da bist. In diesem Sinne allen Geburtstagskindern einen herzlichen Glückwunsch!

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RPR1 'Angedacht': Life for sale

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 8. September 2008:

Drei, zwei, eins – meins! Das ist der Countdown zum Glück – wenn man’s denn hat … Immerhin sind 243.000 Euro eine Menge Geld.

Ian Usher kann das egal sein. Er ist seine Sorgen los. Besser gesagt: Er hat sie versteigert. Mit dem Erlös fängt er ein neues Leben an. Sein altes Leben hat jetzt ein anderer – eben für umgerechnet 243.000 Euro.

Neues Leben – das hatte Ian Usher sich mal anders vorgestellt. Vor sechs Jahren wandert der Brite nach Australien aus. Dort verlässt ihn seine Frau, und der Traum vom neuen Leben zerplatzt erst mal. Unter die Vergangenheit will er einen Schlussstrich ziehen, so radikal wie kaum jemand vor ihm. Er verkauft sein Leben – im Gesamtpaket mit Haus, Job, Freunden.

Natürlich lässt er damit viel hinter sich. Und er ist ja nicht der erste Mensch, der sich von allem trennt, was ihn an sein früheres Leben erinnert. Aufräumen, ausmisten, entrümpeln – der Schritt kann heilsam sein. Und wer gleich sein komplettes Leben versteigert, geht weiter als alle anderen.
Doch wenn das Haus, das Auto und der Job verkauft sind, bleibt trotzdem noch etwas übrig: zerplatzte Träume, die ganze Last der Vergangenheit. Die nimmt ihm keiner ab, nicht mal geschenkt.

Alles Äußerliche lässt sich zu Geld machen. Auf den Trümmern seines Lebens bleibt er sitzen. Darauf muss er – und nur darauf kann er ein neues Leben aufbauen. Ob ihm das gelingt? Ich wünsche es ihm!

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