RPR1 'Angedacht': Apostelgeschichte 17 - Paulus und der unbekannte Gott

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 26. September 2008:

„Ein Irrer, ein Spinner, ein Quacksalber!“ und sicher noch viel mehr Hohn und Spott hatten die Leute damals in Athen um das Jahr 50 n.Chr. für den Apostel Paulus übrig. Und das alles nur, weil er in ihrer schönen Stadt Athen umhergegangen war und dort etwas gefunden hatte. Und diese Gedanken, die behielt er nicht für sich, sondern posaunte sie mitten auf dem Marktplatz auch noch aus – irre, dieser Spinner.

„Ich habe bei euch einen Altar gefunden“, sagt Paulus den Leuten von Athen, „auf diesem Altar steht: Dem unbekannten Gott!“ Also verehrt ihr etwas, was ihr gar nicht kennt?

Heute würden wir Paulus vielleicht auch als Spinner bezeichnen. Trotzdem geben die meisten Deutschen heutzutage an, dass sie an irgendetwas Höheres glauben. Keiner will sich wohl den Himmel so leer und einsam vorstellen. Irgendetwas Höheres, irgendetwas Göttliches muss es doch geben.

Ja, gibt’s auch – und noch besser: wir wissen sogar seinen Namen: Jesus Christus. In diesem Mann aus Galiläa hat sich Gott uns persönlich vorgestellt, eine Stippvisite auf Erden gemacht und uns das „Du“ angeboten. Und dann glauben wir an irgendetwas Höheres. Dabei ist uns das Höhere schon lange nahe gekommen… irgendwie irre!

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