RPR1 'angedacht': Welthospiztag - In Würde sterben dürfen

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 8. Oktober 2008:

Alles begann mit einem Konzert 1988 vor dem Princess Alice Hospiz in London, bei dem Spenden und Fördergelder eingenommen werden sollten. Heute ist es eine weltweite Aktion, die Anfang Oktober auf die Arbeit und die Notwendigkeit von Hospizen hinweist.

Denn warum gibt es in jeder Stadt Schwimmbäder oder Bibliotheken, das Rathaus oder Kirchen, aber kein Haus, in dem man in Würde sterben kann? Genau das ist nämlich die uralte Idee, die hinter dem Hospiz steht: ein Haus, in dem man in Würde sterben darf. Klar, das ist kein einfaches Thema. Das lässt niemand gerne an sich heran. Man geht halt viel lieber ins Schwimmbad oder die Bibliothek, ins Rathaus, oder wenn es sein muss auch in die Kirche! Trotzdem: ein Haus, in dem man in Würde sterben darf, das gehört in jede Stadt und das ist genau das Anliegen des Welthospiztages.

Unglaublich, wie viele Menschen sich hier ehrenamtlich oder als Mediziner engagieren. Glaubhaft leben sie den Gedanken, dass der Tod nun mal zum Leben dazu gehört. Und ich glaube, dass dieses Engagement, diese menschliche Zuwendung und Solidarität jede Unterstützung verdient hat, nicht nur heute, damit das Leben ein gutes Ende findet.

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