RPR1 'Angedacht': Change 2008
Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 14. Dezember 2008:
“Finanzkrise” ist das Wort des Jahres 2008. Ich persönlich hätte das Jahr mit einem englischen Wort zusammengefasst: Change. Zu Deutsch: Wandel, Wechsel, Veränderung.
Zuallererst war “Change” natürlich das Wahlkampfmotto Barack Obamas. Er hat den Wechsel geschafft. Ob es auch einen Wandel bedeutet, bleibt abzuwarten.
Dann setzte sich die Debatte um den Klimawandel, engl. Climate Change, fort und führte zu ersten Vereinbarungen.
Change, regional und lokal: In den pfälzischen Kirchengemeinden setzten sich die Presbyterien neu zusammen. Und auch neue Kirchenpräsidenten wurden gewählt: in der Pfalz und in Hessen-Nassau.
Schließlich Change, bei mir ganz privat: die Geburt meiner Tochter.
In anderthalb Wochen feiern wir die Geburt eines Kindes, das die Welt verändert hat. Was ist denn aber seit Jesus anders, als es vorher war?
Vorher saß Gott auf seinem hohen Thron, respektgebietend und ehrfurchteinflößend. Vorher waren Opfer nötig, um ihn gnädig zu stimmen. Vorher war unklar, wie Menschen verschiedener Nation und Religion miteinander umgehen sollen. Vorher war überhaupt unklar, was Gottes Wille ist, und was er vorhat mit uns Menschen.
Seit Jesus über die Welt ging, ist uns Gott ganz nah. Wir dürfen mit ihm reden wie mit Mama oder Papa, Bruder oder Schwester. Er selbst bringt Opfer für uns. Gott will, dass Friede werde. Er will Leben, ewiges Leben für uns. Gott selbst will Change, will, dass sich etwas verändert. Er blieb selbst nicht unveränderlich: Er wurde Mensch.
Dieser Change ist es wert, gefeiert zu werden. Jedes Jahr wieder, an Weihnachten.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:38min / 1.2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Gottes Ja
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Sonntag, 14. Dezember 2008:
Ich wurde nicht gefragt
bei meiner geburt
und die mich gebar
wurde auch nicht gefragt
bei ihrer geburt
niemand wurde gefragt
außer dem EINEN
und der sagte
ja
Kurt Marti, ein Schweizer Schriftsteller, schrieb dieses Gedicht. Es führt uns an die Wurzeln unseres Seins zurück: Du, ich, wir leben, weil Gott zu uns Ja’ gesagt hat, Dieses ,Ja’ gilt allen – egal, welcher Kultur sie angehören, welche Hautfarbe sie haben, welchen sozialen Hintergrund sie besitzen. Es gibt etwas, das uns alle verbindet. Das ist das Geschaffensein durch Gott, und so haben deine und meine Existenz, und die Existenz aller Menschen auch einen gnädigen Sinn.
Ein sinnvolles Leben für uns alle, das ist Gottes Wunsch für uns. Vielen ist dies nicht vergönnt. Daher rechnet er mit uns und unserem Engagement, damit auch andere ihr Leben bejahen können.
Wir feiern heute den dritten Advent. Die Adventszeit ist eine Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest, auf das große Geschenk Gottes, der seinen Sohn in diese Welt sandte.
Damit bestärkte er ein für alle Mal sein Ja zu allen Menschen. Zu mir, zu dir, zu uns.
niemand wurde gefragt
außer dem EINEN
und der sagte
ja
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:12min / 0.8 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge