RPR1 'Angedacht': Red-Hand-Day!
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 12. Februar 2009:
Blutrot ist die Hand. Wie ein Stoppzeichen leuchtet sie mir entgegen. In der Mitte des Symbols ist als weißer Schatten ein Soldat zu sehen. Mir fällt auf: Der Soldat ist viel zu klein. Sein Gewehr überragt ihn fast.
Die blutrote Hand ist das Symbol für den heutigen „Red Hand Day“. Mit einem Aktionstag erinnern Terre des Hommes, die evangelische Kindernothilfe und andere Organisationen an das bittere Schicksal von Kindersoldaten.
Seit dem 12. Februar 2002 hat die UN mit einer Konvention den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten völkerrechtlich verboten. Aber trotzdem gibt es weiterhin mehr als 250.000 von ihnen. Im Kongo, in Afghanistan, in Somalia – vor allem dort, wo Kriege schon sehr lange dauern, da werden Kinder gezwungen, zu schießen und zu morden.
Die Organisatoren des Red-Hand-Days wollen heute den UN-Politikern eine Million rote Hände überreichen – mit einer Million Unterschriften. Um deutlich zu machen: Ein Verbot alleine reicht nicht. Es muss auch durchgesetzt werden.
Ich finde diese Aktion klasse. Denn sie lenkt den Blick auf vergessene Kinder in unbeachteten Kriegen.
Diese Kinder brauchen Schutz. Sie brauchen eine Lobby, die den Einsatz von Kindersoldaten konsequent ächtet.
Und sie brauchen Hilfe, ganz konkret, damit sie rauskommen aus dem Krieg, damit sie mit ihren Traumata leben lernen, damit sie zur Schule gehen können und den Frieden erlernen.
Die evangelische Kindernothilfe leistet diese Arbeit. Ganz konkret. Und das nicht nur am Red Hand Day.
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