RPR1 'Angedacht': Valentinstag
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 14. Februar 2009:
Große Herzen, kleine Herzen. Herzen aus Marzipan oder Schokolade. Als zelluphanverpacktes Einzelstück oder kiloweise in natürlich herzförmige Dosen gestopft.
Ballonherzen, Nudelherzen oder sogar Laternen in Herzform…
Die herzigen Geschenke gibt es in allen möglichen oder unmöglichen Farben, Formen und Größen. Millionenfach wechseln sie heute den Besitzer. Denn heute ist Valentinstag.
Der Tag der Verliebten, sagen die einen.
Eine Erfindung der Konsumgüterindustrie, meinen andere.
Tatsächlich hat der Valentinstag schon eine Jahrhunderte lange Tradition. Zumindest im englischsprachigen Raum.
Hier ist es schon seit dem späten Mittelalter üblich, seiner Liebsten am 14. Februar kleine Geschenke, Blumen oder Liebesgedichte zu schicken. Allerdings heimlich – die so Verehrte darf nicht erfahren, von wem die Valentinsgaben stammen.
Seit den 50er Jahren wird der Valentinstag auch bei uns begangen, nicht immer, aber immer öfter.
Namensgeber dieses Päärchentages ist ein Bischof von Terni, der wohl im 3. Jahrhundert lebte und als Märtyrer starb.
Dieser Valentin soll, so eine Legende, einige Frisch-Verliebte christlich getraut haben. In Zeiten der Christenverfolgung durchaus ein gefährliches Unternehmen. Den frisch Vermählten soll Valentin übrigens frische Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.
Als Zeichen der Liebe. Auch für die Liebe, mit der Gott das Paar begleitet.
Sicherlich ist der historische Hintergrund mehr als zweifelhaft.
Eine nette Geschichte bleibt es trotzdem. Weil sie deutlich macht: Gott leitet und begleitet unser Miteinander. Nicht nur am Valentinstag.
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