RPR1 'Angedacht': Mehr Christ als Du denkst!

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 22. Mai 2009:

„Du bist mehr Christ als du denkst“. Das hatte ich so noch nie gehört. Es ging mal wieder um die Frage, wozu Religionsunterricht gut ist und warum das Christentum in den Stundenplan gehört. „Weil du mehr Christ bist als du denkst“.

Klingt einleuchtend – zunächst. Demnach ist jede und jeder wenigstens ein bisschen Christ.
Für alle Getauften gilt das sowieso: Wer getauft wurde, ist Christ. Von Gott her besteht diese Verbindung lebenslang.

Aber was ist mit den Nicht-Getauften und den Noch-nicht-Getauften? In meinem Unterricht sitzen viele davon. Dazu die vielen, denen trotz Taufe der Glaube trotzdem fremd ist.

Ich mache das Christsein deshalb schon lange nicht mehr nur an der Taufe fest. Das Christentum hat unsere Kultur beeinflusst – und zwar nicht nur Goethe, Dürer und Bach. Auch Rock, Pop und Werbung haben die Bibel für sich entdeckt und benutzen gerne religiöse Bilder.

Mir wäre es natürlich lieber, wenn Religion nicht nur die Werbung bebildern, sondern die Herzen der Menschen ansprechen würde. Aber vielleicht tut sie es ja, ohne dass man’s immer merkt.

Genau das ist meine Hoffnung: Dass es unterschwellig viel mehr Christen gibt, als die offiziellen Statistiken melden – ob getauft oder nicht. Menschen, die in dem, was sie glauben und tun Christen sind. Ohne dass ihnen das immer klar ist.

Nehmen sie’s deshalb mit als Ermutigung für diesen Tag: „Du bist mehr Christ als du denkst.“

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Rockland Radio "Feels like heaven": Versöhnung ist spürbar

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 22. Mai 2009:

Herzlich willkommen, hello, nice to meet you, schön, dass ihr da seid, it´s great to see you… so ungefähr hört sich das an, wenn Gäste aus unserer Partnergemeinde in England zu uns kommen.

Bei unserem ersten Besuch dort erfuhren wir, dass in dem englischen Ort genau eine deutsche Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg abgeworfen worden ist! Und die hat ausgerechnet die Kirche getroffen. Auch wenn wir dafür nicht verantwortlich zu machen sind – es tut gut, dort so eine Gastfreundschaft zu erleben.

Beim Gegenbesuch der englischen Gemeinde hat sich der Pfarrer dann im Gottesdienst entschuldigt für die Bombardements unserer Stadt und für das Leid, das seine Landsleute angerichtet hatten. Auch er war nicht verantwortlich für den Irrsinn anderer.

Aber – man hätte eine Stecknadel in der Kirche fallen hören können – und einige Taschentücher wurden gebraucht, so ergriffen und dankbar waren die Menschen für diese Worte der Versöhnung.

Save journey and God bless you! Mit diesen Worten sind die Gäste dann wieder in den Flieger nach Hause gestiegen. Das waren keine Floskeln mehr. Das war ernst gemeint. Versöhnung wurde konkret. In der Begegnung und durch den Segen Gottes.

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