Rockland Radio "Feels like heaven": Das Wandern ist des Müllers Lust

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 23. Mai 2009:

„Das Wandern ist des Müllers Lust“ – ja und meine auch. Es muss gar kein Pilgerweg sein oder über den Ural oder durch die Anden führen. Mir reicht es schon ganz hier in der Nähe, in unserer schönen Natur. Einfach so, einfach wandern. Ordentliche Schuhe, ein kleiner Rucksack und los geht´s.

„Entschleunigung“ heißt dann das Stichwort. Nicht durchheizen und möglichst schnell von A nach B kommen, sondern ganz gemütlich unterwegs sein, jeden Schritt genießen.

Und es dauert gar nicht lange, dann wird der Weg zu einem Erlebnis, da werden alle Sinne geschärft und ich bin dann auch mal weg – ganz weit in Gedanken und vor allem, ganz weit von meinem Alltag entfernt.

Wandern, das ist für mich eine wunderbare Möglichkeit mit anderen und mit Gott ins Gespräch zu kommen. In aller Ruhe und ohne Hektik kann ich Dinge mit anderen besprechen, über Wünsche, Träume, Hoffnungen und auch Sorgen reden. Aber auch das Schweigen muss nicht peinlich sein.

Der berühmteste Wandervers der Bibel steht in Psalm 23: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir!“ Auch wenn kein Mensch mitgeht, wir wandern niemals allein. Gott ist mit uns auf allen unsern Wegen.

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RPR1 'Angedacht': Sie haben die Wahl!

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 23. Mai 2009:

Heute wird gewählt – und zwar der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin. Horst Köhler oder Gesine Schwan.

Gewählt wird alle fünf Jahre. Immer so wie heute am 23. Mai. Der Grund: Am 23. Mai ist Verfassungstag. Heute vor 60 Jahren hat der Parlamentarische Rat das Grundgesetz verabschiedet. Deutschland wurde dadurch zur Demokratie und zum Rechtsstaat.

Alles, was der Staat tut, muss sich seit dem an den Normen orientieren, die das Grundgesetz verbindlich vorgibt: Freiheit, Gleichheit, Menschenwürde – „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen“, so heißt es in der deutschen Verfassung.

Das Grundgesetz sagt ganz klar: der Staat und seine Vertreter kriegen ihre Macht von den Menschen, nicht von Gott. Aber sie müssen sich vor beiden verantworten: vor den Menschen und vor Gott.

Damit sind die Verhältnisse klar. Gut, dass das so im Grundgesetz steht. Und gut auch, dass bisher alle Versuche gescheitert sind, den Hinweis auf Gott aus der Verfassung zu streichen. Die gab es nämlich, und je mehr die Kirchen an Boden verlieren, um so lauter werden diese Stimmen.

Ohne den Hinweis auf Gott wäre der Mensch wieder die letzte und höchste Instanz. Wohin das führen kann, haben wir bei Hitler und den Nazis gesehen.

Besser also, es bleibt wie es ist: Mit einer klaren Ansage, dass es eine Grenze zwischen Mensch und Gott gibt. Und dem Hinweis, dass wir unser Handeln im Himmel und auf der Erde verantworten müssen.

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