Rockland Radio 'Feels like heaven': Eventshopping
Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 9. September 2009:
Kennen Sie das: voller Vorfreude auf nette Briefe öffnen Sie den Briefkasten und dann: Werbung.
Neuerdings immer öfter mit im Angebot: Einladungen zu sogenannten Eventshoppings: Einkaufen bis in die Nacht und manchmal auch als exklusives Ladyshopping wird da angepriesen. Oder ganz persönliche Sonderangebote, die aber leider erst samstags abends ab 21 Uhr gelten.
Solche Einladungen ärgern mich. Es ärgert mich, dass Freizeitgestaltung immer mehr aus Konsum zu bestehen scheint. Auch die vielen verkaufsoffenen Sonntage gehören zu diesem Trend.
Wissen wir nichts Besseres mit unserer Zeit anzufangen, als Geld auszugeben, dass wir vielleicht gar nicht haben?
Martin Luther hat einmal gesagt: woran Du dein Herz hängst, das ist dein Gott.
Das heißt für mich: Wer sein Herz nur noch ans Kaufen und Konsumieren hängt, der vergisst, dass es andere, wichtigere Dinge im Leben gibt: Zusammensein mit Freunden, gemeinsam Sport treiben, oder einfach auch die süße Zeit des Nichtstuns.
Ich will mein Herz nicht daran hängen, noch das letzte Schnäppchen zu ergattern, oder Nachts und am Sonntag auf Schnäppchenjagd zu gehen.
Und Sie? Woran hängt ihr Herz?
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RPR1 "Angedacht": Die Ludolfs
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 09. September 2009.
Zehn Minuten von mir entfernt wohnen die Ludolfs. Genau – die vier Brüder auf’m Schrottplatz. Einem Freund, der Geburtstag hatte, wollte ich eine kleine Freude machen. Er wohnt bei Zwickau, mag Autos und kennt die Ludolfs aus dem Fernsehen.
Deshalb bin ich zum Schrottplatz gefahren und habe die Ludolfs um ein Autoteil für meinen Freund gebeten. Natürlich mit ihren Autogrammen. Wenige Minuten später hatte ich eine Radkappe mit der Widmung: Für Gerald zum fünfzigsten Geburtstag, mit herzlichen Grüßen von Peter, Manni, Uwe und Günter.
„Was bin ich schuldig?“ habe ich die Brüder gefragt. Ihre Antwort: „Nichts!“
Es gibt sie also doch noch, Leute, die man einfach um etwas bitten kann. Wir bitten einander viel zu selten um etwas. Wer einen anderen um etwas bittet, gibt ihm die Chance, Gutes zu tun. Und jeder kann immer noch ja oder nein sagen.
Jesus fordert uns zum Bitten auf. Er sagt „Bittet, so wird euch gegeben. Denn, wer da bittet, der empfängt.“ Einfach so, ohne Wenn und Aber.
Und Jesus erklärt: Wenn schon Menschen, die böse sind, ihren Kindern Gutes geben, wie viel mehr wird dann unser Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!
Also, bitten wir und lassen uns überraschen, wie viel wir bekommen, von den Menschen – und von Gott. Für meinen Freund Gerald jedenfalls war die Radkappe zu seinem Fünfzigsten das schönste, weil originellste Geschenk.
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