Rockland Radio 'Feels like heaven': Das Kreuz mit dem Kreuz
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 26. September 2009:
Ja, das Kreuz mit dem Kreuz! Morgen ist es ja so weit, da sind wir alle aufgerufen, unser Kreuzchen zu machen. Keine Angst: Sie hören gerade keine Wahlwerbung.
Die einzige Wahlempfehlung, die ich guten Gewissens geben kann, das ist der Wahl-o-Mat im Internet. Anhand von 38 Fragen können sie ihre Übereinstimmung mit den Parteien herausfinden – eine wirklich gute Erfindung – über 2 Millionen Menschen haben schon mit gemacht.
Manchmal wünschte ich mir, die Kirche hätte auch einen Wahl-o-Mat. Man könnte dann vielleicht die Gemeinde herausfinden, deren Programm genau den eigenen Wünschen entspricht. Denn viele kreuzen ja gar nicht mehr auf in der Kirche. Schade eigentlich, denn das Wahlprogramm der Kirche ist wirklich gut.
Sie kann zum Beispiel auf eine lange Tradition verweisen. Geistloses Gerede liegt ihr eigentlich fern, denn der Heilige Geist wirkt in ihr. Das klingt vielleicht überheblich, aber manche gelungenen Beispiele zeigen, dass in der Kirche vieles gelingt.
Ihr einzige Wahlziel ist es, die Liebe Gottes in dieser Welt zu verkünden und sichtbar werden zu lassen. Also: Ran an die Urnen und mal wieder rein in die Kirchen!
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RPR1 "Angedacht": Sie haben die Wahl
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 26. September 2009:
Morgen haben sie die Wahl: Sie entscheiden, wer Deutschland in den nächsten vier Jahren regiert. Wenn sie wählen gehen.
Ich bin mal gespannt. Vor allem auf eine Zahl: auf die Wahlbeteiligung.
Warum? Egal wer morgen gewinnt – bei einer niedrigen Wahlbeteiligung ist der Sieg nur die Hälfte wert. Eine geringe Wahlbeteiligung schwächt die Legitimation jeder Regierung.
Sicher: Die Demokratie ist nicht vollkommen. Aber es gibt kein besseres politisches System. Politiker machen Fehler. Aber das ist menschlich und kein Grund, sie zu verachten.
Alle Menschen machen Fehler – das ist die Folge unserer Freiheit. Wir können entscheiden: tue ich das oder das oder lasse ich es ganz bleiben? Das gilt auch für die Wahl.
Wer frei ist, darf wählen gehen. Gezwungen wird niemand.
Aber ich finde: Wir können froh sein, dass wir wählen dürfen. In Afghanistan sind kürzlich die Menschen unter Lebensgefahr zu den Urnen gegangen, im Iran haben Menschen ebenfalls unter Lebensgefahr für freie und faire Wahlen demonstriert – was würden sie darum geben, wenn sie unsere Freiheit hätten!
Deshalb gehe ich wählen – und hoffe, dass ich damit meinen Kindern ein Vorbild bin!
Was das mit „Evangelisch“ zu tun hat? Sehr viel. Der Gedanke, dass Freiheit zu … verpflichtet, ist evangelisches Urgestein.
Deshalb gebe ich morgen meine Stimme ab. Und hoffe, dass es möglichst viele andere es auch tun!
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