RPR1 "Angedacht": Kein freier, aber ein Feiertag.
Kirchenpraesident Christian Schad, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 18. November 2009:
Einen schönen Feiertag wünsche ich Ihnen! Denn das ist heute ein Feiertag, wenn auch seit vierzehn Jahren kein freier Tag mehr. Es ist deshalb schwieriger geworden, den Buß- und Bettag bewusst zu erleben und zu gestalten. Und überhaupt: Um „Büßen und Beten“ soll es gehen – das liegt vielen fern.
Aber im Christentum gibt es von Anfang an Buß- und Bettage. Krieg, Hunger, Epidemien werden klagend vor Gott gebracht.
Beim Buß- und Bettag geht es um das Wohl der Allgemeinheit in unserer Gesellschaft, um den Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Denn Kirche ist stets Kirche in der Welt. Sie erinnert an Gottes Gebot und appelliert an die Verantwortung der Regierenden und Regierten. Am Bußtag halten wir Fürbitte für die Aufgaben des Staates und rufen zur Umkehr.
Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise hat gezeigt, wohin ein Missbrauch ökonomischer Freiheit führen kann. Sie ruft geradezu nach Umkehr und Buße!
Umkehr heißt hier: daran zu erinnern, dass Eigentum verpflichtet! Wohlstand muss allen zugute kommen, gerade den sozial Schwachen!
Wir leben alle aus der grundlosen Güte Gottes, die aber nicht alles beim Alten lässt, sondern uns zur Umkehr ruft.
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