Zeit für Familie und Chorgesang. Wie Persönlichkeiten aus Kirche und Politik die Feiertage verbringen.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 51/52, zum 20. Dezember 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Eine heilige Aufgabe.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 17. Dezember 2009:

Es gibt Situationen im Leben, die prägen sich für immer ein. Bei mir ist das eine Szene aus meinem Zivildienst im Krankenhaus. Schon 30 Jahre her, aber ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen. Die Stationsschwester hat mich damals mitgenommen zu einem sterbenden Patienten. An seinem Bett hat sie angefangen, ein Schlaflied zu singen: Der Mond ist aufgegangen!

Warum, hat sie mir später erklärt. Eine Sterbeforscherin hatte zu ihr gesagt: „Lernen Sie Lieder, die Mütter abends am Bett ihrer Kinder gesungen haben und dann singen Sie Sterbenden diese Lieder vor!“.

Ich bilde mir ein, dass sich diese Melodien wie die Hände einer Mutter um den Patienten gelegt haben, zu dem mich die Stationsschwester mitgenommen hat.

Ihr Schlaflied ist für mich wie der Soundtrack zu einem biblischen Text. Beim Propheten Jesaja heißt es: „Ich will euch trösten, wie eine Mutter Euch tröstet!“. Eine Mutter tröstet durch ihre Nähe, sie wischt Tränen weg, schweigt, umarmt.

So tröstet auch Gott, so nah, so zart, so körperlich! Ich bin fest davon überzeugt, dass überall auf der Welt, wo Menschen trösten, Gott dabei ist. Deshalb ist das Trösten eine heilige Aufgabe!

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RPR1 "Angedacht": Gott in Windeln.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 17. Dezember 2009.

Es ist dunkel dort draußen, und es weht ein kalter Wind. Die Männer, die dort gerade in der Nachtschicht arbeiten, sehen plötzlich eine helle Gestalt. Die spricht sie an und sagt ihnen, sie sollen sich nicht fürchten, sondern sich freuen.

Dann werden sie zu einem neu geborenen Kind geschickt mit den Worten: Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Noch eine Woche, dann ist es wieder so weit.

Bei uns zu Hause ist Weihnachten das Fest der Feste. Am zweiten Feiertag gibt es immer die größte Gans, die man kaufen kann. Und jedes Jahr laden wir in der Familie jemand anderes dazu ein.

Am Nachmittag wird dann vor lauter Vergnügen unter dem größten aller denkbaren Weihnachtsbäume eine dicke Zigarre geraucht. Es ist eine Lust, so zu feiern.

Was für uns dieses Fest so besonders macht? Der Baum, die Geschenke, das gute Essen, die Zeit, die wir miteinander haben. Und- ja – der Gott in der Krippe, d a s ist das ganz Besondere an Weihnachten.

Das Größte ist, dass Gott der Kleinste geworden ist.
Ich liebe es, dass Gott hier total menschlich ist. Das bringt ihn mir so nah. Gott- ein Baby in Pampers, ein wehrloses Kind. Er steigt wirklich vom Thron herunter und wird so wie wir Menschen.

Nur noch eine Woche, dann ist Weihnachten.
Und wir werden es so richtig feiern, dieses in Windeln gewickelte Kind.

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