Rockland Radio 'Feels like heaven': Die unschuldigen Kinder.

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 28. Dezember 2009:

Mit vorgehaltenen Gewehren stürmen Soldaten ein Dorf. Frauen und Männer nehmen sie gefangen, die Kinder erschießen sie auf der Stelle. So geschieht es immer wieder auf der Welt – in allen Kriegen und „kriegsähnlichen Zuständen“.

Unschuldige Kinder werden zu Opfern. Nicht nur durch Waffen, auch durch sublimere Gewalt: Millionen haben zu wenig oder zu schlecht zu essen.

So viele waren es vor 2000 Jahren, in Bethlehem, nicht – eher ungefähr ein gutes Dutzend: Knaben unter zwei Jahren, die König Herodes, wie es heißt, zu töten befahl. Im Kirchenkalender steht heute deshalb: der Tag der unschuldigen Kinder.

Ob diese Geschichte historisch ist oder nur eine Legende – Unsere Welt ist eine, in der Kinder umgebracht werden. Und genau in diese Welt schickt Gott seinen Sohn.

Der wird zum Hoffnungszeichen: die Welt muss nicht so bleiben wie sie ist. Wer das Kind in der Krippe in seiner Wehrlosigkeit und Armut sieht, wer ihm nachfolgen, ihm helfen und es schützen will, der muss protestieren gegen Machtgier, Hass und Größenwahn; der muss den Kreislauf der Gewalt durchbrechen. Wo und wie bin ich selbst darin verstrickt? Darüber nachzudenken, dazu ruft uns das Kind auf.

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RPR1 "Angedacht": Umtausch ausgeschlossen!

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 28. Dezember 2009:

Umtausch ausgeschlossen – diese zwei Worte wollen viele Menschen heute wohl lieber nicht hören, wenn sie die Weihnachtsgeschenke zurückbringen, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben. Die abscheuliche Krawatte von der Schwiegermutter, die Tasche, die ihnen nicht gefällt oder das Computerspiel, das sie schon einmal haben.

In den letzten Jahren ist der Weihnachtsumtausch neben dem Weihnachtseinkauf zu einem wichtigen Bestandteil des Weihnachtsgeschäftes geworden. Geschäfte und Internetshops stellen sich auf einen großen Andrang nach den Feiertagen ein.

Statistiker vermuten, dass jeder zweite mit einem seiner Weihnachtsgeschenke nicht zufrieden ist. Woran liegt das?
Überlegen unsere Lieben einfach nicht mehr sorgfältig genug, was uns gefällt? Oder sind unsere Ansprüche so hoch geworden, dass sie nicht mehr befriedigt werden können? Oder aber ist es einfach so leicht geworden, Dinge umzutauschen im Geschäft oder im Internet? Vielleicht fällt es uns auch nicht mehr so schwer, uns von Dingen zu trennen, weil wir schon so vieles haben.

Was sie heute aber auf keinen Fall umtauschen oder im Trubel des Umtauschens gar verlieren sollten, ist der Weihnachtsglanz in ihren Augen, die Hoffnung auf ein friedvolles Miteinander und die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes. Gott wird ein Mensch – das ist sein Geschenk für uns – Umtausch ausgeschlossen.

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