RPR1 "Angedacht": Eine ganz simple Regel.
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 25. Januar 2010.
Sie war 16. Blond. Auf ihre Art hübsch. Mit Grübchen um den Mund. Sie saß vor mir und weinte.
Die anderen in der Schule machen sie fertig, sagt sie. Niemand arbeitet mit ihr zusammen. Niemand setzt sich neben sie. Und wenn sie kommt, fangen die anderen an, zu lachen. „Ich will gar nicht, dass wir Freunde werden“, erklärt sie. „Aber dass sie mir wenigstens Hallo sagen, wenn ich den Raum betrete.“
Das ist Mobbing. Am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein.
Das ist nicht einfach nur schlechte Stimmung – das ist das Letzte: einen Menschen ausgrenzen, schikanieren – nur weil er anders ist. Weil er Pickel hat, eine Brille oder eine Zahnspange trägt, nicht so hip gekleidet ist, sich anders verhält. Oder, weil er irgendetwas besser kann als andere und so mehr Erfolg hat.
Zum Mobbing gehören immer mehrere. Der, der mobbt und diejenigen, die weggucken und nichts dagegen tun. Dabei ist derjenige, der gemobbt wird, auf die Hilfe der anderen angewiesen. Darauf, dass sie ein Wort aus der Bibel ernst nehmen. Und zwar die goldene Regel. Sie steht im Matthäusevangelium. Und lautet:
„Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt.“
Eigentlich ganz simple. Oder?
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Rockland Radio "Feels like heaven": Aus dem Heringsfass mitten ins Herz.
Pfarrerin Verena Gaul, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 25. Januar 2010.
„Aus einem Heringsfass sprang sie mitten in sein Herz.“ Das ist der Beginn einer wunderbaren Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Die Frau, die aus dem Fass gesprungen ist, war Katharina von Bora und das Herz, das sie erobert hat, hat Martin Luther gehört.
Eigentlich war es ein Skandal: Denn Katarina von Bora war eine Nonne. Aber sie wollte den ehemaligen Mönch, von dem sie schon soviel gelesen und gehört hatte, unbedingt kennen lernen. Deshalb hat sie sich mit einigen anderen Nonnen in den Heringsfässern versteckt und ist so aus dem Kloster geflüchtet. Direkt zu Martin Luther inklusive Hochzeit und gemeinsamer Kinder.
Ich finde, das ist eine schöne Liebesgeschichte. Katharina von Bora hat immer zu ihrem Mann gestanden und ihm vor allen Dingen den Rücken freigehalten. Sie hat sich um die Tiere im Haus gekümmert, das Bier für Luther und seine Studenten gebraut und ein Hospiz für Pestkranke geleitet. Dort konnten Sterbende ihre letzten Stunden verbringen.
Hinter jedem starken Mann, steht eine starke Frau. Ich finde: Katharina von Bora war eine starke Frau – im Herzen und im Glauben.
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