RPR1 "Angedacht": Fürchtet Euch nicht!

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 04. Mai 2010:

Früh am Morgen machen sich die Frauen auf den Weg zum Grab ihres Freundes. Die Trauer ist noch ganz frisch. Erst vor drei Tagen ist der Freund gestorben. Es ist Jesus.

Seinen Leichnam wollen die Frauen nun mit duftenden Ölen versorgen. Doch als sie beim Grab ankommen, ist es leer. Die Frauen sehen nur einen Engel, der sagt: Fürchtet euch nicht.

Das ist Ostern, ein Wunder. Jesus ist von den Toten auferstanden. Vor knapp 2000 Jahren. Aber auch in unserer modernen Zeit passiert es immer wieder.

Ich denke zum Beispiel an Nelson Mandela, den ersten schwarzen Staatspräsidenten Südafrikas. Überall, wo er erscheint, faszinieren seine strahlenden Augen und sein fröhliches Wesen. Meist tanzt und lacht er.

Mandela hat sechsundzwanzig Jahre lang im Gefängnis gegessen, weil er sich gewehrt hat gegen die Trennung von Weißen und Schwarzen in seinem Land.

Wie durch ein Wunder ist er freigekommen und setzt sich als Staatspräsident für die Aussöhnung zwischen Weißen und Schwar-zen ein – trotz aller vorangegangenen Schmähungen.

Seine Botschaft: Fürchtet euch nicht, lasst uns gemeinsam das Leben gestalten. Für mich eine Auferstehungsgeschichte mitten im Leben.

Frohe Ostern!

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Glaubst Du das?

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 04. April 2010:

Sag mal, Glaubst du das, Herr Lang? Das fragt mich der kleine Max. In der Grundschule habe ich den Kindern von Jesus erzählt. Wie er an ein Kreuz geschlagen wird und stirbt.

Und wie am Ostermorgen zwei Frauen das leere Grab sehen und anfangen, von dem Wunder zu erzählen: Er ist auferstanden! Jesus lebt!

Max ist trotzdem skeptisch: Der hat wieder gelebt? War das wirklich so, Herr Lang?

Tja, Max, ich kann die Geschichte natürlich nicht beweisen.

Und was wäre, wenn Jesus nicht auferstanden ist, fragt Max weiter.

Dann, sage ich, hätten sich die Mächtigen mit Gewalt und Hass durchgesetzt. Sie hätten Jesus brutal zum Schweigen gebracht und er wäre dann nur eins von vielen Opfern.

Seine Freunde würden traurig bleiben, denn mit seinem Tod wäre alles aus. Auch ich wäre unglücklich, denn ich hätte nicht die Kraft, aufzustehen und zu widersprechen, wenn ich etwas für falsch halte.

In so einer Welt will ich nicht leben! Ich will, dass ich etwas ändern kann, dass es sich lohnt aufzustehen und zu widersprechen. Ich will, dass Wunden heilen können und traurige wieder froh werden. Ich will, dass Opfer nicht Opfer bleiben müssen. Ich will, dass alles möglich ist!

So wie es die zwei Frauen am leeren Grab erlebt haben. Plötzlich hat ihre Welt Kopf gestanden: Denn Jesus lebt! Und nichts muss bleiben, wie es ist. Daran glaube ich. Und sie?

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