RPR1 "Angedacht": Lebensziel Wohlstand?!

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 23. April 2010:

Für viele ist er so etwas wie ein Lebensziel: Wohlstand. Er verspricht Sicherheit, Zufriedenheit – Glück. Nur wird für viele dieses Ziel irgendwann zum Selbstzweck. Sie leben dann nicht mehr „im Wohlstand“, sondern „für den Wohlstand“.

Die Triebkraft hinter alledem ist die Gier. Von der Gier im großen Stil können wir täglich in den Nachrichten hören: deutsche Firmen, die im Ausland Schmiergelder zahlen, Banken, die skrupellos windige Anlagen verkaufen, Korruption in Behörden, die schon lange nicht mehr nur ein italienisches Problem ist.

„Hütet euch vor aller Habgier, denn niemand lebt davon, daß er viele Güter hat“, hat Jesus seine Zuhörer gewarnt. Und die moderne Psychologie bestätigt das: die meisten Menschen streben nach immer mehr Kapital, obwohl ein größeres Vermögen sie in Wirklichkeit nicht glücklicher macht.

Ein österreichischer Millionär ist jetzt den umgekehrten Weg gegangen: er trennt sich von allem Besitz, versteigert seine Villa in Tirol und sein Herrenhaus in Frankreich. Ohne materiellen Ballast will er künftig leben – in der Hoffnung, so wirklich glücklich sein zu können. Ob es funktioniert? Das wird erst die Zeit zeigen.

Eine allgemein gültige Glücksformel gibt es nicht. Wichtig ist, mit sich selbst im reinen zu sein oder wie es in den Sprüchen Salomos heißt: Wer klug wird, liebt sein Leben; und der Verständige findet Gutes.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 1.4 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio "Feels like heaven": Catch 22.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 23. April 2010:

Eine Frau steht bei mir im Pfarramt: „Wir möchten gern kirchlich heiraten“, sagt sie, „aber mein Mann und ich sind nicht in der Kirche.“ Ich antworte der Frau: Dann macht doch eine kirchliche Trauung auch keinen Sinn.

„Catch-22“ – so würde man im Englischen dazu sagen. Eine in sich widersprüchliche Situation; „Catch-22“. Der Ausdruck geht zurück auf den gleichnamigen Roman:

Er spielt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, und es geht um die Vorschrift, dass Angehörige der Fliegerstaffel nur vom Dienst befreit werden können, wenn sie unzurechnungsfähig sind.

Das Problem ist: jeder, der den Antrag stellt, wegen Unzurechnungsfähigkeit vom Dienst befreit zu werden, muss vor allem eins sein: nämlich zurechungsfähig. Catch-22.

Diesen Ausdruck kannte Jesus zwar noch nicht, wohl aber das Problem, das dahinter steckt. Jesus hat es so ausgedrückt: Niemand kann zwei Herren dienen. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Ja zu Gott zu sagen macht also nur Sinn, wenn Gott dann auch genug Platz im Alltag bekommt und nicht von anderen Dingen verdrängt wird.

Und Gott um seinen Segen für die eigene Ehe zu bitten – das macht nur Sinn, wenn ich mich auch klar zu Gott bekenne – in der Kirche.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:11min / 1.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.