RPR 1 "Angedacht": Eine Reise in die Vergangenheit.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 24. April 2010:
„Reisen bildet“, sagt ein Sprichwort. Manchmal ist das, was man dabei lernt, recht abschreckend. Meine letzte Reise war eine in die Vergangenheit. Dachte ich. Zurück in jene Stadt, in der ich als Studentin eine sehr prägende Zeit verbracht hatte: Stockholm.
Nach Ostern habe ich ein paar Tage dort verbracht. Was ich dabei gesehen habe, erschien mir dann doch eher wie eine Reise in die Zukunft. Überall waren Menschen, die mit sich selbst gesprochen haben. Scheinbar.
Bis ich entdeckt habe, dass sie alle verkabelt waren und ständig mit irgendwem telefoniert haben. Die, die nicht in ihr Handy gesprochen haben, waren mit ihren Laptops beschäftigt.
Selbst meine Freundin hat zum Abschluss eines gelungenen Abendessens in einem historischen Restaurant ihr Notebook ausgepackt und darauf bestanden, online schon mal unsere Bordkarten für den Rückflug am nächsten Morgen zu buchen.
Schweden ist weltweit die Nummer eins bei der Nutzung von Informationstechnologie.
„Alles hat seine Zeit“ sagt der Prediger Salomo. Aber in unserer Zeitzone will alles Neue schon beachtet werden, obwohl das Alte noch gar nicht abgeschlossen ist.
Und so wünsche ich Ihnen und mir, dass wir trotz des technischen Fortschritts nie vergessen, allem, was wir tun, die nötige Zeit einzuräumen. Und zwar so, dass wir es ganz bewusst und nicht nur nebenbei tun.
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Rockland Radio "Feels like heaven": Der göttliche Hormonhaushalt.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 24. April 2010:
Oxytocin – das ist der Name eines Hormons, das die Bindungsfähigkeit eines Menschen verstärkt. Es entsteht zum Beispiel, wenn eine Mutter ihr Kind stillt.
Um mehr über dieses Hormon herauszufinden, haben Wissenschaftler der Universität Zürich dazu einen Versuch gemacht: Männer und Frauen mussten zuerst über ein bestimmtes Thema streiten, dann haben einige das Bindungshormon, die anderen dagegen Placebos.
Das Ergebnis: Die, die das Hormon Oxytocin bekommen hatten, haben sich aufmerksamer zugehört und eher mal miteinander gelacht.Tolle Sache – dieses Oxytocin: So was bräucht’ ich manchmal auch für meine Beziehung zu Gott.
Okay, ich bete regelmäßig, vor dem Essen und vorm Schlafengehen; aber eine richtig gute Bindung zu Gott krieg’ ich dadurch nicht so recht, wenn ich ehrlich bin. Da sind meine meisten Gebete und Bekenntnisse eher Placebos.
Aber immerhin kann ich mich trösten: Gott scheint dieses Oxytocin zu haben, dieses Hormon, das besonders durch das Gebären und Stillen entsteht. Schließlich heißt es ja in der Bibel auch: Gott ist wie eine Mutter zu uns.
Auch wenn mein Hormonhaushalt diesbezüglich ziemlich im Keller ist, so ist Gott in Bezug auf uns Menschen doch eher voll gepumpt mit ganz viel Oxytocin. Dieses Hormon ist wirklich ein Segen.
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