RPR1 "Angedacht": Das perfekte Sandwich.

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 16. Juni 2010:

„Ohne Fleiß kein Preis“, sagt der Volksmund. Wäre ja auch zu einfach, wenn man genießen könnte, ohne sich anzustrengen. Und weil vor dem Lohn bekanntlich die Mühe steht, hat die Universität Bristol in England hat die Formel für das perfekte Käsesandwich herausgefunden.

Ein Monstrum aus Klammern und Brüchen, das unangenehme Erinnerungen an den Matheunterricht weckt. Ich jedenfalls würde verhungern, wenn ich mir mein Sandwich ausrechnen müsste.

Die Größe der Brotscheibe im Verhältnis zur Anzahl der Tomaten, Salatblätter und Mayonaisemenge ergibt, unterm Strich, die ideale Dicke der Käsescheibe in Abhängigkeit vom Geschmack der jeweiligen Sorte.

Verstanden? Nö? Macht nichts!

Totaler Käse! Das denke ich über die Sandwichformale. Guter Geschmack hat mit Inspiration zu tun und mit Erfahrung. Wer zuviel nachdenkt und kalkuliert, verpasst das Beste.

Das gilt auch für mein Leben. Klar fände ich es toll, wenn es dafür eine Formel gäbe, z.B.

Liebe + Gesundheit : Wohlstand = erfülltes Leben.

So könnte eine Glücksformel aussehen. Theoretisch. Praktisch gilt sie höchstens für den Augenblick. Weil die Zutaten nur begrenzt verfügbar sind. Und weil ein erfülltes Leben kein persönliches Verdienst ist.

Deshalb kommt als weitere Zutat noch der Glaube hinzu: Glaube an die Menschen, die mir wichtig sind, Glaube an mich selbst, Glaube an Gott als Quelle des Lebens. Spätestens hier stößt jede Formel an ihre Grenzen. Wer glaubt, lebt mit geöffneten Händen. Und empfängt dankbar jedes kleine Glück als Geschenk.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Lebensgefährlicher Fussball.

Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 16. Juni 2010:

Wussten Sie schon: Die Fußball-Weltmeisterschaft ist lebensgefährlich. Nicht im fernen Südafrika, nein auch auf der Couch zuhause. Das haben die Auswertungen der Notfallambulanzen während der WM 2006 ergeben.

Rund 4x so viele Menschen, vor allem Männer, wurden mit Herzattacken während der WM-Spiele in die Notaufnahmen eingeliefert wie zu anderen Zeiten. Manche nehmen sich diese WM also ganz schön zu Herzen.

Mit fällt da der Satz von Martin Luther ein: „Woran Du dein herz hängst, das ist dein Gott.“ Mein Herz an 90 Minuten hängen, in denen Jogis Jungs dem Ball nachrennen?
Den Fußball zum Götzen machen?

Bei aller Freude an einem guten Spiel geht mir das zu weit.
Ich halte es da eher mit unser aller Lena, die nach dem Gewinn des Grand Prix gesagt hat: „Das ist doch nur Unterhaltung, kein Grund abzuheben.“

Diese Gelassenheit wünsche ich uns allen, wenn wir Jogis Jungs wieder anfeuern und hoffen, ihnen möglichst lange bei dieser WM zuschauen zu können.

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