Rockland Radio 'Feels like heaven': Heute schon gelost?
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 01. Juli 2010:
Losung!? Klingt wie Glückslos oder Lottoziehung. So ganz verkehrt ist das gar nicht. Die lange Geschichte, die hinter den Losungen steht, geht kurz gefasst so:
Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, dessen 250. Todestag dieses Jahr gefeiert wird, hat ganz im Osten der Republik im Dorf Herrnhut eine christliche Gemeinde gegründet. die Menschen dort haben dort nicht nur gemeinsam Gottesdienst gefeiert, sondern auch zusammen gelebt.
Anfangs wurde in alle 32 Häuser Herrnhuts morgens die Losung gebracht, ein Bibelvers oder ein kurzes Gedicht. Seit 1731 gibt es jedes Jahr ein gedrucktes Losungsbuch. Es ist das meistgedruckte evangelische Andachtsbuch aller Zeiten. Die Losungen sind Inspiration und Kraftquelle bis heute.
Der Clou ist: Es gibt keine lange Predigt dazu – man soll ja selbst nachdenken. Vielleicht versuchen Sie es auch mal. Zur Erinnerung nochmal die Losung für heute: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Wege, den du gehst!“
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RPR1 "Angedacht": www.gott-glauben.de.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 01. Juli 2010:
www.gott-glauben.de – das ist die Adresse einer Seite im Internet, auf der Menschen erklären, warum sie an Gott glauben: „Weil er mir einen Weg zeigt“, steht da. „Weil ich ihn spüren kann, wenn ich Probleme habe“.
Na und, wird jetzt manch einer denken – das sind doch alles nur Gefühlsdusseleien, aber noch lange kein Beweis. Beweis wofür? Dass es diesen Gott überhaupt gibt? Warum wollen wir eigentlich immer für alles Beweise? Das ist doch gerade das Entscheidende am Glauben: nicht zu wissen und es trotzdem für möglich zu halten.
Als Rudolf Augstein, der Herausgeber des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ starb, ehrte ihn der Hamburger Senat mit einem Staatsakt in einer Kirche, mit Pfarrer und christlicher Predigt.
Dagegen gab es Proteste, weil einige meinten, das verhöhne die Weltanschauung des bekennenden Nichtchristen Augstein. “Er hat sich auch auf seinem Totenbett nicht bekehrt. Er hat nur das geglaubt, was man mit dem Intellekt und dem historischen Scharfsinn erfassen kann“, hat der Pastor in seiner Predigt diese Anschauung beschrieben.
Gestern war ich auf der Beerdigung eines Freundes. Warum er sterben musste, darauf konnte der Verstand keine Antwort geben. Aber daran zu glauben, dass es für ihn jetzt anderswo weiter geht, das war seiner Witwe und war mir ein großer Trost. Intellekt und Scharfsinn hatten uns den nicht bieten können.
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