Rockland Radio 'Feels like heaven': Die wichtigste Nebensache der Welt.
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 03. Juli 2010:
Fußball ist unser Leben. Manche singen diesen Fußballschlager heute sicher mit, wenn die beiden restlichen Viertelfinalspiele ausgetragen werden. Aber hat der Fußball denn noch was mit unserem Leben zu tun?
94 Millionen Euro hat Real Madrid für Christiano Ronaldo bezahlt und Gerüchte besagen, dass seine Ablösesummer nun auf 1 Milliarde Euro festgelegt ist – das ist eine 1 mit 9 Nullen. Der Mann mag ja ordentlich Fußball spielen können, aber bei solchen Summen hat Fußball mit meinem Leben nichts mehr zu tun.
In der Bibel heißt es: Suchet mich, so werdet ihr leben. Bei Gott ist das also anders als im Fußball. Da muss man nicht seine Form suchen und auch keinen neuen Verein.
Man muss noch nicht mal sportlich muss man sein, um Gott in seinem Leben zu finden. Es geht auch nicht um große Summen, denn Gott findet man auch ganz gut in den kleinen Dingen und den ruhigen Momenten des Lebens.
Aber eine Gemeinsamkeit gibt es doch: So wie man Fußball nicht allein spielen kann, so findet man auch Gott nur im Team – gemeinsam mit anderen. Und wer Gott sucht, für den bleiben Viertelfinalspiele natürlich eine wichtige Sache. Aber eben nur die wichtigste Nebensache der Welt.
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RPR1 "Angedacht": Einfach rücksichtslos...
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Samstag, 03. Juli 2010:
Unser Slogan „Gott sei Dank, es ist Sonntag“ kommt mir in diesem Sommer nur über zusammengekniffene Lippen. Am frühen Sonntag gehen bei meinen Nachbarn nämlich erst einmal – rattatattata“ – alle Rollläden hoch und die Fenster auf.
Den ersten Familienkrach des Tages kann ich so gleich live und in Originallautstärke mit verfolgen. Anschließend bekomme ich den neuesten Musikgeschmack der pubertierenden Töchter auf die Ohren.
Und dank dieser Nachbarn dämmert mir nun, was das wohl für Posaunen waren, die die Mauern von Jericho einstürzen ließen: Vuvuzelas, die man im Nachbarhaus jetzt während der WM gerne und häufig zum Einsatz bringt. Zu alledem fällt mir nur eins ein: es ist rücksichtslos.
Oder erwarten meine Nachbarn von mir vielleicht ein ähnliches Verhalten und halten sich deshalb genau an die biblische Empfehlung: „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch“ Wohl eher nicht.
Wie schön aber wäre es, wenn wir alle uns bei dem, was wir tun, immer fragten, ob wir damit auch niemandem auf die Füße treten.
Liebe Nachbarn, ich hoffe dass Ihr diesen Beitrag hört und morgen die Fenster zulasst oder Euch zumindest auf Zimmerlautstärke einpegelt. Falls nicht, gibt’s in meinem Garten nächsten Samstag Public Viewing – mit hundert geladenen Gästen!
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