Immer einen Ausflug wert. Die Weidenkirche in Kaiserslautern.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 11.07.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Mit einem Schild kann Nächstenliebe anfangen.

Pfarrerin Verena Gaul-Ehrenreich, Pirmasens, spricht „Feels like heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 13. Juli 2010.

„Fußballfreie Zone“. Auf so mancher Speisekarte oder an Türen konnte ich dieses Schild lesen. Und innerlich habe ich mich immer ganz schön darüber aufgeregt. Wie? Kein Fußball hier? Dann geh ich auch nicht rein, habe ich gedacht.

Aber trotzdem haben diese Schilder eine ganz schön große Wirkung auf mich gehabt. Denn ich habe mir viele Gründe überlegt, warum es sie eigentlich gibt. Liegt es an der Ignoranz mancher Menschen gegenüber der Fußball-WM? Sind das einfach nur Spaßbremsen, die diese Schilder an die Tür hängen?

Eine weitere Möglichkeit ist mir erst sehr spät eingefallen: Vielleicht stecken hinter diesen Schildern einfach Menschen, die an andere Menschen denken. Und wenn es eben ein solches Großevent wie die WM gibt, dann muss es auch Ruheoasen geben für Nicht Fußballfans.

Wenn ich das nächste Mal an einem Schild mit der Aufschrift „fußballfreie Zone“ stehe, dann ärgere ich mich nicht mehr. Denn mir ist jetzt klar: Mit so einem Schild fängt Nächstenliebe an. Manchmal muss ich eben auch als Christin daran erinnert werden und wenn es eine ganze WM-lang dauert.

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RPR1 "Angedacht": Wir werden doch gerne regiert, oder?

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 13. Juli 2010:

Bestimmungen, Gesetze, Verordnungen und Vorschriften, so sehr wir sie kritisieren und beschimpfen, uns von ihnen frei machen wollen, so sehr lieben wir sie auch. Denn sie geben uns Sicherheit und die Möglichkeit, zu entspannen. Denn es ist viel leichter, Verordnungen und Vorschriften einfach zu befolgen als ihren Sinn und Zweck auch mal kritisch zu hinterfragen und dabei anzuecken.

Letztlich werden wir doch gerne regiert. Denn je weniger Einfluss wir auf die Dinge nehmen, desto mehr können wir anderen dann die Schuld dafür geben, wenn wir unter Vorschriften und Bestimmungen leiden. Wir fühlen uns ganz wohl in der Opferrolle, denn wir haben Angst, Dinge zu verändern.

Der Apostel Paulus schreibt in seinen Briefen dagegen an: Wir haben nicht einen Geist erhalten, der uns zu Sklaven und Sklavinnen macht, so dass wir weiterhin in Angst leben müssten“. Nein, sondern wir haben einen kindlichen Geist, „eine Geistkraft empfangen, die uns zu Töchtern und Söhnen Gottes macht.“

In diesem Vers blitzt das ganze Evangelium, die befreiende Botschaft, auf, scheint hell und klar, ist wie eine Tür zu einer anderen Wirklichkeit. Frohe Botschaft und Mahnung gegen alles sich-gerne-bestimmen-lassen.

Denn du bist nicht irgendwer, sondern ein Kind Gottes, hast Anteil an Gott, darfst und sollst von Gott alles erwarten. Nicht knechtisch, sondern kindlich. Nicht blindlings gehorchen, sondern mitgestalten. Mit Sinn, Herz und Verstand.

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