Rockland Radio 'Feels like heaven': Oma unser...

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 24. August 2010:

.Meine Tochter Hannah-Marie hatte gestern ihren ersten Schultag in der zweiten Klasse.

Ja, und da hatten wir auch gleich Religion.

Na, das ist doch toll. Und was habt ihr da gelernt?

Das Vater Unser.

Klasse! Ein tolles und wichtiges Gebet, ja, sozusagen das Gebet schlechthin!

Schon. Ich finds ja auch ganz gut, aber meine Freundin Lena hat nichts damit anfangen können.

Nein, warum denn nicht?

Nein, die lebt doch mit ihrer Mama allein.

Ach so, und da kann sie sich deshalb nichts drunter vorstellen, wenn man sagt: „Gott ist wie ein Vater für uns“. Hm?

Ja, ich glaub, das ist der Grund.

Gibt’s denn jemand, den die Lena ganz doll lieb hat? Jemand, zu dem sie immer hingehen kann, was immer auch passiert?

Ja, also, ihre Oma hat sie gern. Die Oma ist immer für sie da, hat mir Lena mal gesagt. Egal, ob es ihr schlecht geht oder gut. Ob sie was ausgefressen hat oder artig war.

Dann sag’ der Lena: Der liebe Gott ist wie ihre Oma.
Aber was soll das bringen? Soll Lena dann etwa „Oma unser“ beten?

Ja, warum denn nicht? Komm, wir versuchen es mal zusammen. Du wirst sehen, es funktioniert.

Oma unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme…

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.7 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Raus zuhaus!

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 24. August 2010:

„Wenn Dir daheim alle auf die Nerven gehen, dann zieh doch endlich aus…“, schreit Michaela aus der Friseurklasse ihre Mitschülerin Nicole kurz vor Beginn der Religionsstunde an. Ich schaue etwas irritiert auf die beiden und schon fragt Michaela mich: „Was meinen eigentlich Sie dazu?“ Bevor ich antworten kann, erfahre ich den Hintergrund des Problems:

Nicole traut sich nicht, ihr Elternhaus zu verlassen. Sie glaubt, den Alltag nicht allein geregelt zu bekommen und sie hat Angst davor, sich auf eine andere Umgebung, vielleicht sogar in einer anderen Stadt einzulassen.

Ich erzähle Nicole daraufhin von Abraham. Zunächst verdrehen sie zwar die Augen, hört dann aber trotzdem interessiert zu:

Im Alten Testament sagt Gott zu Abraham: „Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Elternhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!“

Das ist schon ein Hammer. Von heute auf Morgen Verwandte und Freunde zu verlassen und sich in die Fremde aufzumachen. Vielleicht waghalsig, zumindest ganz schön mutig. Aber Abraham hat sozusagen einen Joker im Ärmel: Er vertraut auf Gott. Deshalb ist er bereit für einen Neubeginn, für den Schritt ins Ungewisse.

Abraham ist berühmt geworden. Mit seiner Gelassenheit und seinem Gottvertrauen wird er zum Segen für alle, die ihm folgen. Also, liebe Nicole: Wage den Schritt, einen Versuch wäre es allemal wert!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.