Rockland Radio 'Feels like heaven': Der schlimmste Wochentag.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 25. August 2010:
Heute müssen wir alle uns besonders zusammenreißen.
Denn heute ist Mittwoch, und dieser Tag gilt von jeher als ein Unglückstag.
Er war zum Beispiel der klassische Hochzeitstag für sogenannte gefallene Mädchen. Und nach der Lehre der orthodoxen Kirche hat Judas Jesus Christus an einem Mittwoch verraten.
Und auch heute ist der Mittwoch für viele Menschen der schlimmste Tag der Woche – und nicht der viel gescholtene Montag. Das belegt eine mathematische Studie.
Eine vierjährige Analyse von 2,4 Millionen Blogeinträgen zeigt: Die meisten negative Wörter wie „Streit“ oder „Ärger“ oder „traurig“ tauchen in Einträgen auf, die mittwochs geschrieben wurden.
Warum ist das so? Vielleicht deshalb, weil vom Mittwoch ausgesehen das Wochenende in beiden Richtungen am weitesten weg ist. das letzte ist schon in die Ferne gerückt und das kommende lässt noch ganz schön auf sich warten.
Übrigens: Die meisten positiven Wörter wie „super“ oder „toll“ finden sich laut Studie sich in sonntäglichen Blogeinträgen.
Ich glaube, das es letztlich keine Rolle spielt, welchen Tag wir gerade haben. Alle Tage sind uns von Gott geschenkt und somit gute Tage; Tage, die Freude und Leben bringen wollen!
Darum wünsche ich Ihnen für den heutigen Mittwoch einen besonders guten Tag.
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RPR1 "Angedacht": Ich schwöre.
Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 25. August 2010:
In der Berufsschule diskutiere ich mit künftigen Arzthelferinnen über den Sinn und Zweck von Strafe. Die jungen Frauen kennen sich aus, viele erinnern sich an die tägliche Gerichtssendung Richterin Barbara Salesch.
Ich möchte in dieser Stunde aber auf etwas ganz Besonderes hinaus; deshalb frage ich meine Schülerinnen, ob ihnen in der TV-Shows etwas aufgefallen ist bei der Vereidigung von Zeugen.
Michaela weiß sofort, worauf ich raus will und antwortet: „Ja, es gibt einen Unterschied in der Antwort der zu vereidigenden Zeugen. Manche sagen nach der Eidesformel des Richters nur: “Ich schwöre es!” Andere fügen dem noch hinzu: “Sowahr mir Gott helfe!“
Die Meinungen in der Klasse, ob nun ein Eid mit oder ohne so genannter „religiöser Beteuerung“ gesprochen werden soll, sind vielseitig. Die Schülerinnen, die mit der Kirche eher wenig anfangen können kritisieren den Zusatz, andere sehen das wiederum eher leidenschaftslos.
Dann wollen sie meine Meinung dazu wissen. Ich habe mit dem Schwören so meine Probleme, sage ich den Schülerinnen. Denn entweder sage ich die Wahrheit oder nicht. Damit verweise ich auf niemand anderen als auf Jesus Christus, der sich im Matthäusevangelium zu dieser Frage eindeutig positioniert: „Ihr sollt überhaupt nicht schwören. Sagt ganz einfach Ja oder nein – denn jedes weitere Wort ist von Übel!“
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