Rockland Radio 'Feels like heaven': Ich seh den Sternenhimmel.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 09. Oktober 2010.

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Landeskirche hält an Predigerseminar fest. Neues Konzept will Vikariatsanwärter außerhalb der Pfalz ansprechen.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 41 zum 10. Oktober 2010.

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RPR1 "Angedacht": Gott sei Dank!

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 08. Oktober 2010:

Ne, gell, weißt Du oder nicht wahr? Welche von diesen Worten benutzen sie häufig? Manchmal sind es nur einzelne Worte oder Silben, manchmal sind es ganze Sätze, die uns einfach so rausrutschen.

„Gott sei Dank“ dieser Satz gehört auch dazu. Oft werden diese drei Worte nur so daher gesagt. Wir sind uns gar nicht mehr bewusst, dass dieser Satz eigentlich ein kurzes Gebet ist, ein Dankgebet.

Gott sei Dank – und daran lässt sich alles anschließen, das eigene Leben und das von anderen, Kleines und Großes, Persönliches und das Große und Ganze, jeder neue Tag.

Gott sei Dank – manchmal steckt aber auch alles schon in diesen drei Worten und ich brauche gar nichts mehr anzuschließen. Weil die frohe Botschaft von Jesus Christus zu groß und zu wunderbar für mich ist.

Gott schickt seinen einzigen Sohn zu uns Menschen auf die Erde. Jesus predigt den Menschen nicht nur Gottes Liebe, er macht sie auch ganz anschaulich: Er Kranke heilt, macht Blinde sehend und weckt Tote auf. Schließlich stirbt er am Kreuz, damit wir sehen, dass Gott uns auch im Tod nicht verlässt und wir eines Tages von den Toten auferstehen.

Gott sei Dank – ob einfach so daher gesagt oder wirklich bewusst gesprochen. Dieses Dankgebet wirkt doch von Generation zu Generation weiter. Gott sei Dank.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Bibel-Dolmetscher.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 08. Oktober 2010.

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RPR1 "Angedacht": Drachen.

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 07. Oktober 2010:

Sonnig und doch nicht heiß, windig und doch kein Sturm, das ist das perfekte Wetter zum Drachensteigenlassen. Und so macht sich unsere ganze Familie auf: zwei Erwachsene, zwei Kinder zwei Drachen.

Zuerst ist alles gut, Startschwierigkeiten haben alle, vor allem die Drachen, doch dann erhebt sich einer in die Luft, steigt, lacht von oben herab und zieht die Blicke, die leuchtenden Augen, hinter sich her.

Und einer – meiner – kommt einfach nicht in die Gänge, kommt erst auf dem Weg nach unten richtig in Fahrt. Mehrere Male knallt er hart auf den Boden. Ich verstehe das nicht. Wir haben alle den gleichen Wind und das gleiche Material und an mir kann es doch auch nicht liegen – das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.

„Ungerecht“ – denke ich „immer ich“, „natürlich bei mir“. Könnte mein Drache nicht wenigstens beim Sturzflug die Leine des anderen, der sich in der Höhe sonnt, durchreißen?

Eine Geschichte fällt mir ein, eine vom Anfang der Menschheit. Die Bibel erzählt von zwei Brüdern auf einem Feld. Kain und Abel heißen sie. Drachen wollen sie nicht aufsteigen lassen, sondern Rauch. Doch während der Rauch von Abel gen Himmel steigt, bleibt der Qualm von Kain am Boden.

Ungerecht, denkt Kain und wird von Neid und Eifersucht zerfressen. Doch es bleibt nicht nur bei den Gedanken, denn Kain erschlägt seinen Bruder. So endet die Geschichte.
Und ich? Ich packe meinen Drachen zusammen und gehe zu den anderen rüber. Nein, Kain, auf dich falle ich nicht herein!

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Zwicken und Zwacken.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 07. Oktober 2010.

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RPR1 "Angedacht": In der Löwengrube.

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 06. Oktober 2010:

„Daniel in der Löwengrube“ so heißt eine der bekanntesten Prophetengeschichten des Alten Testaments. Sie ist beliebt im Kindergottesdienst und im Religionsunterricht, weil sie so spannend und auch gefährlich ist und weil sie ein happy end hat:

Daniel kommt unbeschadet aus der Höhle der Löwen heraus. „Dein Gott helfe dir“ so wünscht ihm der König noch beim Betreten der Löwengrube und – Gott hilft.

Dabei waren Löwen in der Welt des Alten Testaments eine echte Bedrohung, keine Kuscheltiere hinter Gittern oder im Fernsehzoo. Sie sind eine existentielle Gefahr, verbreiten Angst und Schrecken.

In anderen prophetischen Büchern und den Psalmen symbolisieren die Löwen eine unkontrollierbare Gefahr und Zerstörung. Deshalb haben diese über 2000 Jahre alten Texte aus dem Alten Testament auch eine Bedeutung für mich.

Denn auch wenn der Löwe bei uns kein so erschreckendes Bild mehr ist, Angst und existentielle Bedrohung gibt es heute aber immer noch. Die Löwen unserer Zeit haben andere Gesichter, sie schütteln nicht mehr ihre goldenen Mähnen und Brüllen nicht mehr laut, sondern gehen meist leise vor und ziehen doch Verwüstung hinter sich her.

„Dein Gott helfe dir“, das möchte ich ihnen heute mitgeben, wenn sie in ihre ganz eigenen Löwengruben gehen, denn ich bin mir sicher: Gott hilft.

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