RPR1 "Angedacht": Heimat Kirche.

Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 18. Oktober 2010:

Heimat | Kirche | Pfalz. So lautet das Motto einer Initiative der Evangelischen Kirche der Pfalz. Heimat und Kirche miteinander in Beziehung zu setzen kommt nicht von ungefähr. Heimat hat etwas mit meiner Herkunft zu tun, mit dem Dorf oder der Stadt oder dem Land, aus dem ich komme.

Mit dem vertrauten Kirchturm zum Beispiel, mit der
Gemeinschaft in der ich groß geworden bin oder in der ich lebe. Heimat kann Geborgenheit und Zuhause sein bedeuten. In jedem Fall geht es um Nähe.

Es scheint paradox: Je stärker die Globalisierung voranschreitet, je unüberschaubarer Bereiche wie Wirtschaft, Kommunikation und Politik werden, desto stärker ist das Bedürfnis nach einem festen Halt, einem vertrauten Rückzugsraum.

Experten sprechen im Zusammenhang mit der neuen Sehnsucht nach Heimat, auch von „Dis-Embedding“: dem Gefühl, nirgendwo zu Hause und wirklich eingebunden zu sein. Das kann krank machen, zur Heimwehkrankheit führen.

Menschen eine Heimat zu bieten, ist ein Zukunftsthema für die Kirche. Nicht nur in der Pfalz. Dabei sind es neben den kirchlichen Handlungsfeldern wie Gottesdienst, Seelsorge, Kultur auch soziale Beziehungen, die Geborgenheit und Identität ermöglichen. Es soll deutlich werden: Die Kirche lebt mit den Menschen und für sie.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Nichts hören, nichts sagen, nichts sehen.

Pfarrerin Verena Gaul-Ehrenreich, Höheischweiler, spricht „Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 18. Oktober 2010:

Es ist ein bekanntes Motiv: Drei Affen sitzen auf einer Bank und halten sich jeweils die Augen, die Ohren und den Mund zu. Offenbar wollen sie nichts sehen, nichts hören und nichts sagen.

Mir geht es manchmal auch so! Da will ich einfach nichts sagen: Niemandem Rede und Antwort stehen – oder Dinge zum hundertsten Mal erklären müssen.

Und manchmal will ich mir auch am liebsten die Augen zuhalten. Vor dem Leid und Elend der Welt, das jeden Abend auf dem Bildschirm zur Realität wird.

Und manchmal will ich auch einfach nichts mehr hören! Keinen Krach aus der Nachbarwohnung. Kein nerviges Telefon und kein Geplapper von anderen Menschen.

Selig sind eure Augen, dass sie sehen und eure Ohren, dass sie hören!“ sagt Jesus im Lukasevangelium. Diese Worte reißen mich aus meiner nichts sehen und nichts hören-Stimmung heraus. Sie machen mir deutlich, dass es auch viel Gutes und Schönes zu sehen gibt.

Im Herbst finde ich es immer wunderbar, wenn der Nebel früh morgens noch über den Feldern liegt und wenn die Sonne versucht, durch die Wolken hindurch zu scheinen.

Und: es gibt auch viel Gutes zu hören. Z.B. die Worte Jesu aus dem Lukasevangelium. Sie schenken mir, einen völlig anderen Blickwinkel.

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