Rockland Radio 'Feels like heaven': Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 01. November 2010:
Heute vor 70 Jahren – am 1. November 1940 – haben die Nazis das Warschauer Ghetto mit Stacheldraht und Mauern von der Außenwelt abgeschlossen. Fast 400.000 Juden waren in dem Ghetto eingepfercht. Zwei Jahre später dann begann von hier aus die Deportation der Juden in die Vernichtungslager.
In die ausweglose Situation des Ghettos hinein schrieb ein unbekannt gebliebener und vermutlich getöteter Jude folgendes Gebet:
„Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.“
Ich höre diese Worte mit Beklommenheit und Scham auf der einen und mit Bewunderung und Respekt auf der anderen Seite. Besonders an diesem Tag – dem Jahrestag der Einmauerung des Warschauer Ghettos und Allerheiligen.
Vor allem in der Katholischen Kirche gedenkt man heute der großen Vorbilder des Glaubens.
Ich denke an den unbekannten jüdischen Beter, diese wunderbare Persönlichkeit, die Worte des Glaubens formulierte, zu denen ich wohl nicht fähig gewesen wäre.
„Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht fühle. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt.“
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RPR1 "Angedacht": Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 01. November 2010:
„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.“ – Ich sitze vor dem Fernseher und gleich spricht Barbara Salesch das Urteil. Dann bekommt wieder ein Opfer sein Recht und ein Übeltäter die gerechte Strafe! Wenigstens bei Barbara Salesch siegt die Gerechtigkeit!
Sonst ist da ja oft nicht der Fall. Die Starken setzen sich mit Gewalt oder Geld durch und kommen ungeschoren davon. Und die Opfer? Die stehen hilflos da und haben den Schaden. Sieht so Gerechtigkeit aus? Ach, wenn sich Richterin Salesch nur um alles kümmern könnte!
„Selig sind, die Hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, sie sollen satt werden“ so beschreibt die Bibel diese Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Es stimmt, Menschen sind gemein zueinander, nutzen einander aus und tun Dinge, die nicht sein dürften. Aber so soll es nicht sein! Und es muss nicht so bleiben.
Gerechtigkeit ist möglich und – sie wird kommen. Dafür steht Gott ein. Und wir können viel dafür tun! Und sei es bloß, dass wir die Sehnsucht nach Gerechtigkeit wach halten und immer wieder laut Gerechtigkeit fordern.
Dass Verbrecher gerecht bestraft werden und niemand Opfer bleiben muss. Nicht nur im Fernsehen bei Richterin Salesch, sondern in Gottes Namen überall auf dieser Welt.
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