RPR1 "Angedacht": Friedlicher Widerstand.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 03. Dezember 2010:

Was tue ich, wenn ein anderer mich bedrängt? Mir millimeterweise immer mehr von dem abknabbert, was mir zusteht? Ich mache meine Situation am besten öffentlich:

Am 11. Dezember 2009 haben sich palästinensische Christen entschlossen, mit ihrem Leiden an die Öffentlichkeit zu gehen. In ihrem Papier beschreiben sie die Abtrennung des Gazastreifens, die gewaltige Mauer, das Auseinanderreißen von Familien.

Die Christen schreiben von Gefangenen und Flüchtlingen ohne Hoffnung auf Rückkehr, von Bedrückung und Knappheit von Ressourcen und stellen die Frage: Was sollen wir tun?

Ihre eigene Antwort: Wir leisten Widerstand! Dabei stellen sie unmissverständlich klar: das Grundprinzip des Widerstands muss Liebe sein. Denn die Liebe als Gebot Christi gilt für sie gleichermaßen für Freunde wie für Feinde.

Und so rufen die Unterdrückten zum „kreativen“ friedlichen Widerstand auf, der menschliche Wege geht, um Leben zu schützen. Sie fordern einen gewaltfreien Widerstand, wenn sie die Welt um Boykottmaßnahmen gegen ihre Besatzer bitten und um den Stopp von Investitionen.

Über allem steht ihr Ziel, mit Juden und Muslimen den Hass der Vergangenheit zu überwinden und eine Kultur der Liebe zu entwickeln. Wie sie das machen? Indem sie in jedem Menschen ihren Bruder, ihre Schwester erkennen.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio 'Feels like heaven': Rockmusik oder Oper?

Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 03. Dezember 2010.

Normalerweise höre ich gerne Rockmusik oder gitarrenlastigen Pop. Aber wenn es Advent wird, wenn Weihnachten vor der Tür steht, ändert sich das. Draußen ist es dunkel, im Zimmer brennt der Kamin und ich höre Opernsänger: die drei Tenöre oder Pavarotti alleine.

Dann singe ich laut mit – soweit ich des Italienischen mächtig bin. Und ich koche dabei, Spaghetti zum Beispiel. Mit frischem Parmesan und einer schlichten Tomatensoße. Es reicht ja, wenn die Musik opulent ist. Dazu ein Rotwein. Im Winter gerne weich und voll und rund. Ja, da werde ich sentimental und lasse es mir gut gehen. Das ist etwas für die Seele.

„Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.“ Das klingt genauso opulent wie eine Oper. Ist es auch. Es ist das Lied der Maria, der Mutter Jesu. Sie freut sich auf ihr Kind. Jesus den Gottesssohn.

Deshalb ist ihr Advent wie meiner. Weihnachten ist noch nicht da. Aber ich beginne, mich richtig darauf zu freuen. Und meine Seele freut sich mit. Soll heißen: es geht mir gut, weil Gott mir Gutes tut an Weihnachten. Und darauf freue ich mich jetzt schon.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.