RPR1 "Angedacht": Alles verändert sich.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 12. Dezember 2010:
Kahle Bäume, ein hart gefrorener Waldboden mit Schneeresten und ein grauer, vereister See. Es ist ein melancholischer Anblick, der sich meiner Frau und mir auf unserem Spaziergang bietet.
Doch zum Glück scheint die Sonne immer mal wieder durch die Wolken hindurch. Die Sonnenstrahlen verändern die Landschaft, denn die Schnee- und Eiskristalle überall reflektieren ihr Licht.
So wird aus einem grauen See eine glitzernde Fläche. Aus einem gefrorenen Waldboden wird der ideale Untergrund für einen romantischen Spaziergang. Und die Äste der kahlen Bäume fangen an zu funkeln wie die ihrer nadeligen Kollegen in den Wohnzimmern.
Bald ist Weihnachten. Christen feiern die Geburt Jesu. Auch von ihm geht ein Licht aus, das die Menschen und die Welt verändert. Mit dem Kind in der Krippe beginnt etwas Neues.
Darauf gilt es, sich einzulassen. Das ist nicht immer leicht, manchmal ist es geradezu beängstigend. Etwas Neues beinhaltet immer auch das Ende von Altvertrautem. Letzteres gefällt mir vielleicht nicht immer, aber ich habe mich damit arrangiert.
Damit ist es mit Christi Geburt jedoch vorbei: Das Leben wird neu. Nach wie vor gibt es darin Höhen und Tiefen, aber alles ist durchdrungen von Hoffnung.
Selbst wenn sich mir der Anblick einer trostlosen Winterlandschaft bietet, vertraue ich darauf, dass das Licht aus dem Stall von Bethlehem auch für mich leuchtet und selbst die traurigsten Anblicke in einem anderen, einem neuen Licht erstrahlen lässt.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Santa Lucia.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 13. Dezember 2010:
Wie an jedem 13.Dezember wird auch heute vornehmlich in Schweden ein Lichterfest gefeiert. Dabei wurde die Frau, die dem Fest den Namen gibt, im 3. Jahrhundert auf Sizilien geboren.
Santa Lucia – vor vielen Jahrhunderten war sie eine Lichtgestalt in der christlichen Welt. Ihr Name ist dabei Programm: Lucia bedeutet die Leuchtende.
Weil sie die Hände frei haben wollte, um den Armen Essen zu verteilen, hat Lucia einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf getragen. So hat sie in doppeltem Sinne Licht ins Leben vieler Menschen gebracht. In Form von brennenden Kerzen und von Lebensmitteln.
„Ihr seid das Licht der Welt!“ so hat es Jesus einst zu seinen Jüngern gesagt. Lucia zeigt uns, wie das funktionieren kann.
Denn auch heute wird es überall auf der Welt heller, wenn Menschen wie einst Luzia ein bisschen Licht in die Herzen anderer tragen.
Der oft dunkle und triste Alltag vieler Menschen fängt plötzlich an zu leuchten, wenn sie ein gutes Wort hören, wenn ihnen geholfen wird, wenn sie das Licht der Kerzen in ihrem Leben spüren.
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