Rockland Radio 'Feels like heaven': Mäßige Dich!
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 29. Januar 2011:
Weltrekordler, Olympiasieger, Spitzenverdiener – solche Menschen gelten in unserer Welt als das Maß aller Dinge. Dagegen sind die meisten von uns einfach nur mittelmäßig.
Macht aber nichts, denn schon seit der Antike sollen wir alle das rechte Maß suchen also, das was irgendwo zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig liegt!
Die Benediktiner-Mönche kennen seit alters her die Weisheit und Tugend des Gleichgewichts: Das Leben im Kloster beruht auf Arbeit und Gebet, Aktivität und Passivität, Genuss und Verzicht, Reden und Schweigen.
Ein maßvolles Leben hat übrigens nichts mit einem mäßigen Leben zu tun. Im Gegenteil. Es ist die Maßlosigkeit, die das Leben aushöhlt und auf Dauer schal und langweilig macht. Wer immer alles sofort hat, der kann nicht mehr genießen.
Herauszufinden, was für mich das rechte Maß ist – das ist eine spannende Aufgabe und kann ganz unterschiedlich aussehen.
Zum Beispiel so, wie bei den Benediktiner-Mönchen:
Denn ihnen steht täglich ein Glas Wein zu. Aber der Abt kann diese Ration erhöhen, wenn die Arbeit oder das Klima es erfordern.
Das rechte Maß zu suchen hat also nicht nur mit Verzichten zu tun, manchmal lohnt es sich auch zu investieren. Von diesem alten Gedanken des Maßvollen kann ich also über die Maßen auch heute noch was lernen.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 "Angedacht": Deutschaufsatz.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 29. Januar 2011:
Heute möchte ich jemandem übers Radio grüßen! Sein Name ist Steven! Er ist dreizehn und hat am Montag seinen Deutschaufsatz zurückbekommen. Fünf Minus. Heute soll er dem Lehrer den Aufsatz zurückgeben, von den Eltern unterschrieben.
Aber Steven hat den Aufsatz nicht unterschreiben lassen. Er hat sich nicht getraut, sie seinen Eltern zu zeigen. Er hatte ja schon im letzten Diktat eine Fünf.
Womit haben wir das verdient! Warum schmeißt du deine Zukunft so weg! Hat seine Mutter damals gesagt und geweint. Sein Vater hat nur geschwiegen, mit diesem vorwurfsvollen Blick der sagt: Siehst Du, deine Mutter weint, nur wegen dir.
Steven fühlt sich verlassen und: er hat Angst. Ohne Unterschrift unter seinem Aufsatz traut er sich nicht mehr in die Schule, aber nach Hause traut er sich eigentlich auch nicht mehr. mit Angst aus dem Haus.
Am liebsten würde er abhauen! Einfach weg. Keine Eltern mehr, keine Schule und kein DU MUSST. Du musst lernen, du musst aufpassen, du musst dich anstrengen, du musst gute Noten schreiben. Als ob das so einfach wäre… Wer interessiert sich eigentlich dafür, wie es mir dabei geht, denkt Steven. Wer hört sich meine Sorgen an?
Ich hab eine Botschaft für dich, Steven. Sie steht genauso in der Bibel. Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:24min / 1.9 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge