RPR1 "Angedacht": Leopard.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 08. Februar 2011:
Als ich noch ein Kind war, hatte ich einen Leoparden. Er begleitete mich, wo immer ich hingegangen bin. Sehen konnte ihn niemand – außer mir. Und selbst ich habe ihn am Anfang gar nicht wahrgenommen.
Ich war müde und hungrig, als ich nach der Schule aus dem Bus stieg. Meine Mutter hatte es nicht geschafft, mich mit dem Auto von der Bushaltestelle abzuholen. Also ging ich zu Fuß, alleine mit meinem schweren Schulranzen auf dem Rücken.
Es zog mich beim Gehen fast zu Boden. Alles, was nicht so gut geklappt hatte in der Schule ging mir durch den Kopf. Der Ärger mit Lehrern, mit Freundinnen und all das, was ich nachmittags noch lernen musste. Es war einfach nur nervig.
Und plötzlich sah ich ihn, den Leoparden. Er lief neben mir her! Ein zahmes Raubtier mit geschmeidigen Schritten, sprühend voll Kraft nach Raubkatzenart. Ich war stolz. Keinem sonst war er aufgefallen.
Mich hatte der Leopard ausgesucht, ich war es, zu dem dieses wilde Tier freiwillig gekommen war. Seine Augen blitzten. Seine Muskeln spielten unter dem gemusterten Fell. Wenn ich langsam lief, lief er auch langsamer. Wenn ich meinen Schritt beschleunigte, lief er mit eleganten Sprüngen mit mir mit.
Auf einmal fühlte ich mich leicht. Es war klar, er begleitete mich, wo immer ich hinging. Heute – viele Jahre später – kann ich den Leopard nicht mehr sehen. Doch trotzdem ist heute einer für mich da, auf den ich mich verlassen kann. Daran glaube ich.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Wer nur den lieben Gott...
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 08. Februar 2011.
„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“.
So beginnt ein altes Kirchenlied das ich vor einigen Jahren für mich neu entdeckt habe. Es ist wie so eine Art Hintergrundmusik in meinem Leben geworden. Denn da läuft längst nicht alles glatt. Oft gibt es mehr Probleme als Lösungen. Doch immer wieder habe ich das Lied im Ohr.
„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“
Da steckt was drin, etwas was ich dann auch ganz nah spüre: Gott wirkt in meinem Leben. Mal durch Freunde und Bekannte, mal durch Einsichten, die ich gewinne und mal durch unerwartete Wendungen.
„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“
Manch einer sagt da vielleicht, das ist doch alles Zufall, doch ich fühle es: Gott begleitet mich durch mein Leben – das fühlt sich gut an. Für mich ist es klar, er lässt mich nicht alleine, heute nicht und auch nicht in der Zukunft – und darauf kann ich bauen So wie es in der letzten Strophe des Liedes heißt:
„Wer seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“
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