RPR1 "Angedacht": 1,2,3...
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 22. Februar 2011:
Die Tage bis zum Urlaubsbeginn, die letzten Euros am Monatsende. die Jahre seit unserer Geburt. Wir zählen alles. Und wo wir das nicht selbst tun, übernehmen Instrumente diese Aufgabe für uns: die Zapfsäule zählt das Benzin im Tank, das Navi die Kilometer bis zum Ziel, die Stoppuhr die genaue Zeit beim 100-Meter-Lauf.
Zählen schafft einen Rhythmus im Leben und hilft den Alltag zu ordnen. Wer zählt, der fühlt sich geborgen, denn Zählen schafft ein Gefühl der Sicherheit.
Das geht aber nur dann, wenn ich Anfang und Ende kenne. Es könnte ja auch sein, dass nach jeder Zahl eine noch größere kommt. Wie viele Zahlen es in der Theorie gibt, kann niemand mit Gewissheit sagen.
Praktisch sieht das anders aus: Benzin, Geld und Urlaubstage sind begrenzt und jeder neue Tag ist ein Tag weniger in der Gesamtzeit meines Lebens.
Traurig? Nein, eher ermutigend. „Tausend Jahre sind vor Gott wie der Tag, der gestern vergangen ist“ heißt es in der Bibel. Für mich heißt das: Mit jedem neuen Tag schenkt Gott uns unzählbar viele Möglichkeiten, ihn zu gestalten.
Das ist auch heute so. Wie wär`s? Das ist ihre Chance!
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Die Unbezahlbaren.
Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 22. Februar 2011:
Gestern wurde in Berlin das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit eröffnet. Es geht darum, die Aufmerksamkeit für Menschen zu stärken, die sich freiwillig und ehrenamtlich in der Gesellschaft engagieren.
Bezogen auf den kirchlichen Bereich, wird es in Zukunft eine der zentralen Aufgabe der Pfarrer sein, das Ehrenamt zu pflegen und zu fördern.
Dabei müssen sich die künftigen „Freiwilligenmanager“, egal wo, auf neue Strukturen einstellen: Früher haben sich die Menschen oft langfristig in einem Bereich engagiert. Sie sind ihrem Verein, ihrer Partei, Gewerkschaft oder ihrer Kirche über Jahre treu geblieben. Heute dagegen sind viele Menschen oft nur noch bereit, sich für ein inhaltlich und zeitlich begrenztes Projekt einzusetzen.
Aber eines haben die meisten Ehrenamtlichen gemeinsam: sie begreifen ihr Engagement als Chance zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Mit ihrem Engagement wollen sie nicht nur „geben“, sondern auch etwas „haben“, etwas „zurückbekommen“.
Sie wünschen sich Bestätigung und Anerkennung, auch die Möglichkeit, sich persönlich fort- und weiterzubilden. Sie wollen ihre Interessen einbringen, Kompetenzen entwickeln und selbstständig Verantwortung übernehmen.
Für die Arbeitgeber der Ehrenamtlichen bedeutet das nicht selten Kosten und Mühe. Aber wenn wir als Kirche mündige und engagierte Christen haben möchten, sollte uns das diese Anstrengung wert sein. Ehrenamtliche „machen eben Arbeit“ – im doppelten Sinn.
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