RPR1 'Angedacht': Licht in der Finsternis
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 1. Dezember 2008:
Ich stehe morgens schon mal öfter etwas früher auf als meine Frau. Dann will ich sie nicht wecken durch Lärm oder Licht. Also schleiche ich ins Bad.
Dort greife ich zu einer kleinen Taschenlampe. Sie gibt mir genug Helligkeit, um mich für den Tag fertig zu machen. Ich hab es auch schon einmal ganz im Dunkeln versucht. Das ist so eine ähnliche Erfahrung wie Dunkelessen. In meinem Fall nur mit Waschen, Rasieren und Anziehen – ganz interessant. Aber dabei kann auch manches misslingen, zum Beispiel die Rasur. Ohne Licht ist es ganz schön schwierig.
Jetzt, in der dunkleren Jahreszeit, hängt um unsere Haustür herum eine Lichterkette. Das sieht einladend und gemütlich aus. Und es ist heller, man sieht mehr.
Das im Hinterkopf, wird ein Satz aus der Bibel gleich viel verständlicher. Und zwar heißt es da von Jesus im Johannesevangelium, fast ganz am Anfang:
Das Licht scheint in der Finsternis.
Wenn ich negativen Gedanken nachhänge, wenn ich ängstlich bin, dann macht das mein Herz finster. Jesus aber weist mich hin auf den Gott, der mir hilft. Und dieser Gedanke vertreibt die Dunkelheit, macht es wieder hell in mir: Gott hilft mir. Ich muss nichts Schlimmes fürchten. Wenn ich das denke, sehe ich wieder klar.
Ist es nicht so? Wir Menschen brauchen in der Dunkelheit Licht, äußerlich und innerlich.
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