RPR1 'Angedacht': Guten Rutsch!

Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am MIttwoch, 31. Dezember 2008:

Ich wünsche ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Das klingt ihnen vielleicht nicht fromm genug, ein Pfarrer muss doch mindestens ein gesegnetes neues Jahr wünschen.
Aber ich bleib dabei, ihnen einen guten Rutsch zu wünschen. Nicht wörtlich versteht sich. Denn von Glatteis und Unfällen sollen sie ja verschont bleiben. Und für die Abfahrtspiste war der Wunsch auch nicht bestimmt.

Der gute Rutsch ist ja auch so nicht gemeint.
Der gute Rutsch kommt aus dem Hebräischen, der Sprache der jüdischen Bibel, unseres „Alten Testamentes“. Über das Jiddische kam er in unseren Sprachgebrauch.

Der gute Rutsch hat etwas mit den hebräischen Wörtern „Rosh“ und „Barach“ zu tun. „Rosh“ ist der Anfang, aber auch das Haupt, der Kopf. Und „Barach“ ist der Segen. Wenn die Juden sich einen guten Rosh wünschten, so hieß dies nichts anderes, als „einen gesegneten Anfang“. Dein Haupt, und damit Du als Person soll gesegnet sein.

Das ist doch ein schöner Wunsch. Und ein frommer zugleich. Einen guten „Rosh“ wünsche ich Ihnen. Gesegnet sollen Sie sein.

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