RPR1 'Angedacht': Vater unser im Himmel...
Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 12. Januar 2009:
Wie soll ich eigentlich Gott anreden? – IHN, der so weit dort oben im Himmel wohnt. (Oder ist er hier drunten auf der Erde?)
Wie soll ich reden mit ihm, der manchmal so fern ist (oder auch wohltuend nah)?
Die Jünger Jesu wussten das damals auch nicht.
Doch Jesus sagte: Nennt ihn doch einfach „Vater“ – auf hebräisch: „Abba“ – Nennt ihn: „Väterchen“. – So einfach.
Und so reden wir Gott heute noch an: „Vater unser“. Als wenn’s ein leibhaftiger Vater wäre, der Vater aller Väter.
Das ist ein gutes Gefühl, solch einen Vater zu haben. Einen, der immer da ist. „Vater unser“, das ist ein Beziehungsangebot, eine Freundschaft, eine Zuflucht. Das fühlt sich gut an.
Und immer wenn wir dieses Gebet, dieses „Vater unser“ sprechen, sagen wir damit auch: Ohne dich wären wir nicht da. Deine Liebe hat dazu geführt, dass wir ins Leben getreten sind, und deine Fürsorge achtet darauf, dass es uns gut geht.
„Vater“ hat Jesus Gott genannt. Und er hat uns dazu eingeladen, dass auch wir in ihm den Vater sehen. Auch oder gerade weil wir mit den wirklichen Vätern manchmal ganz andere Erfahrungen machen: Dass sie so oft hilflos sind, oder ungerecht, oder manchmal sind sie gar nicht da.
Es ist wunderbar, wenn wir dann einen Vater aller Väter haben, bei dem wir willkommen sind. Bei allen unseren Sorgen und Gedanken. Auch bei all unserer Freude. Eine Heimat.
„Vater Unser im Himmel“, so lautet die erste Zeile des wichtigsten Gebetes, das uns Christen auf der Welt eint.
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