RPR1 "Angedacht": Hat Gott ein Freundebuch?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 14. Juli 2009:
Name, Alter, Wohnort, besondere Kennzeichen, Lieblingsmusik, Lieblingsessen, Lieblingsfilme, ich bin Fan von punkt, punkt, punkt… Ich kann besonders gut punkt, punkt, punkt…
Oje, was da alles gefragt… Eine Schülerin hat mir ihr Freundebuch mitgegeben. Da soll ich einfach fünfzehn Fragen beantworten und alle, die es später lesen, wissen dann, wer ich bin.
Bei manchen Fragen weiß ich selbst gar nicht genau, was ich schreiben soll. Was ist zum Beispiel mein Lieblingstier: Nilpferd, Schnabeltier oder Ozelot? Sollen andere daran wirklich erkennen wer ich bin?
Du erforschest mich und kennest mich; Gott, prüfe mich und erkenne, wie ich’s meine. So betet ein Mensch in der Bibel zu Gott.
Und der braucht scheinbar kein „Meine Freunde“-Buch. Der entscheidet nicht nach 15 Fragen, ob ich sein Freund sein darf oder nicht.
Gott hat uns nämlich in der Taufe versprochen, dass wir zu seinen Freunden gehören, egal welche Musik wir hören oder was wir können. Er macht sich die Mühe, freundlich, neugierig und ganz in ruhe zu schauen, was in unserem Leben los ist.
Und deshalb: Wer wissen will, wie ich wirklich bin, der muss sich schon die Mühe machen mich kennen zu lernen.
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