RPR1 "Angedacht": Schwarze Tage
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 24. September 2009:
Es war genau heute vor 140 Jahren: Die USA geraten in eine Finanzkrise, verursacht durch Spekulationen mit Gold. Der Tag ist als erster „schwarzer Freitag“ in die Geschichte eingegangen.
Der Brauch kommt ursprünglich aus England. Dort hat man wirtschaftlich bedeutsame Unglückstage schon länger als „schwarze Tage“ bezeichnet. Das Weltwirtschaftssystem hat schon einige solcher Unglückstage erlebt und überlebt.
Der Freitag steht in der Rangliste der Unglückstage ganz weit oben. Jesus ist an einem Freitag gekreuzigt worden. Für die Kirche hat dieser Tag eine besondere Bedeutung – nach Karfreitag kommt Ostern, nach der Trauer die Freude. Alles andere ist Aberglaube.
Dass sich an bestimmten Wochentagen Unfälle häufen, hat andere Gründe. Freitags ist einfach mehr los auf den Straßen, viele wollen schnell ins Wochenende.
Aber auch der Donnerstag hat ein hohes Unfallpotential. Für andere ist Montag ein Pechtag – klar: als erster Arbeits- und Schultag nach dem Wochenende.
Ich sehe die Sache nüchtern und sage mir, dass bei einer begrenzten Zahl von Wochentagen gewisse Häufungen unvermeidlich sind.
Und im Übrigen halte ich mich an meinen Glauben, dass jeder neue Tag die Kraft für etwas Gutes und Heilvolles in sich trägt.
Das wünsche ich Ihnen für heute, für morgen, für die Zukunft.
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